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JIMI HENDRIX - Der grosse Knall

„Wohl der größte Instrumentalist in der Geschichte der Rockmusik“ – so würdigt die Rock and Roll Hall of Fame in Cleveland, Ohio, die Kunst des 1942 in Seattle, Washington, geborenen Sohns einer Familie mit kunterbunter Ahnenreihe. Neben dem Superlativ schwingt hier auch ein kleiner Zweifel mit. War James Marshall Hendrix ein überlebensgroßes Genie oder auch ein wenig Scharlatan? Wir gehen auf Zeitreise ins Jahr 1966.

Als Jimi Hendrix zum ersten Mal in London auftrat, versetzte er die Zuhörer in Erstaunen – und später hat anscheinend jeder Musiker und Konzertbesucher, der damals etwas auf sich gehalten hat, felsenfest behauptet, bei diesen unglaublich berührenden frühen Auftritten des Gitarristen dabei gewesen zu sein. 

THIN LIZZY - Ausbruch als Durchbruch

Vor rund 50 Jahren erschien mit „Jailbreak“ das sechste Studio-Werk der Dubliner Hardrock-Formation Thin Lizzy. Es hätte leicht ihr letztes sein können. Primär dank eines Songs, den die Musiker selbst zunächst gar nicht auf dem Zettel hatten, führte es sie stattdessen aber zum internationalen Erfolg und ließ sie zu einer der Topbands jener Ära avancieren.

INGA RUMPF „Ich bin ständig in Bewegung und lasse mich bewegen!“

Inga Rumpf, soeben 80 Jahre alt geworden, zählt zu den Pionierinnen der deutschen Rockmusik. Bereits in den 1960er und 1970er Jahren arbeitete sie mit Udo Lindenberg zusammen und scheute in ihrer langen Karriere nie das künstlerische Risiko. Ende des Jahres erscheint ihr prominent besetztes GeburtstagsLivealbum.

Gerade einmal 20 Jahre alt war Inga Rumpf, als sie bei den City Preachers einstieg. In den Anfangsjahren verband die Band Flamenco, jiddische Musik, Country, Gospel und Blues – eine Mischung, die man heute wohl als Weltmusik bezeichnen würde. Der britische Gitarrist John O’Brien-Docker hatte dieses Konzept nach Hamburg gebracht. „Wir sind viel in Kulturhäusern, Theatern und an Universitäten aufgetreten“, erinnert sich Rumpf. „Später haben wir auch deutsche Texte gesungen, zum Beispiel auf der Platte ‚Warum? Deutsche Protestsongs: Lieder gegen den Krieg‘.“

Erfolge mit Frumpy und Atlantis 

ANNEKE VAN GIERSBERGEN - Der geteilte Moment

2025 feierte die niederländische Prog-Band The Gathering den 30. Geburtstag ihres Albums „Mandylion“, mit dem die Sängerin Anneke van Giersbergen seinerzeit dort ihren Einstand gab. Aus zwei geplanten Clubshows wurde eine einjährige Welttournee. Warum ihr große Festivalauftritte ebenso Freude bereiten wie Club-Gigs, sei es mit Band oder nur mit Akustikgitarre, erzählte die Künstlerin im eclipsed-Interview.

eclipsed: Dein aktueller Tourplan liest sich sehr beeindruckend. Derzeit bist du viel mit The Gathering unterwegs, danach startet die „Echoes In November Tour“ mit deiner eigenen Band.

SYLVAN - Ein Vorzeigealbum feiert runden Geburtstag

„Posthumous Silence“ gilt bis heute als Referenzwerk im Œuvre der deutschen Artrocker Sylvan. Es ist das meistverkaufte im Bandkatalog, seit seinem Erscheinen geht kein Konzert ohne einen Beitrag aus dem Konzeptalbum von 2006 über die Bühne. Nun, zum 20-jährigen Jubiläum, ist die Zeit für die erste Vinyl-Ausgabe gekommen. Inklusive begleitender Tournee. Ein Gespräch mit Bassist Sebastian Harnack.

STOPPOK - So alt, wie er sich fühlt

Der Liedermacher Stefan Stoppok ist 70 geworden. Für viele Menschen wäre das ein Grund, kürzerzutreten. Nicht aber für den Ruhrpottler, der im Rock verwurzelt, aber stilistisch erstaunlich offen ist. Eher das Gegenteil scheint der Fall zu sein: Im Gespräch mit eclipsed berichtete er von seinen vielseitigen aktuellen Aktivitäten, die auch, aber längst nicht ausschließlich mit dem runden Geburtstag zu tun haben. Stoppok ist fast immer unterwegs – und das eigentlich schon sein Leben lang. Laut eigener Aussage als Sohn polnischer Eltern auf der Durchreise in Hamburg geboren, ist Essen seine Heimatstadt. Und doch hält es ihn dort nie sehr lange. Denn am liebsten ist er auf Tour – ob solo, mit Band oder anderen Künstlern, ist ihm eigentlich egal. Kein Wunder also, dass er uns zum Interview von einem Rastplatz an irgendeiner Bundesautobahn (er weiß nicht genau, welche) aus anruft.

10CC - Vom Glück des Songwritings

Die britische Band 10cc geht im September auf Deutschland-Tour. Graham Gouldman ist dabei das letzte noch aktive Gründungsmitglied. Er schrieb auch Hits für die Yardbirds, Herman’s Hermits, die Hollies und Jeff Beck. Als 10cc 1974 ihr zweites Album „Sheet Music“ veröffentlichten, wurde es mit den späten Werken der Beatles verglichen. Allein die Texte lösten vielerorts Begeisterungsstürme aus. Wer sich darauf einließ, konnte immer neue sprachliche Finessen, feine Seitenhiebe und ironische Brechungen entdecken. Besonders die amerikanische Gesellschaft geriet dabei ins Visier der Briten: etwa in dem Single-Hit „The Wall Street Shuffle“, der den Börsen-Hype mit scharfem satirischen Blick seziert. Vom Aktiengeschäft hatten Graham Gouldman, Kevin Godley, Eric Stewart und Lol Creme allerdings keinen blassen Schimmer.

IAIN MATTHEWS hat sein erfolgreichstes Album neu eingespielt

Als Iain Matthews in den Siebzigern nach Los Angeles kam, stand dem jungen Singer/Songwriter aus Lincolnshire die Welt offen. Tief verwurzelt in der britischen Folk-Szene um Sandy Denny und Richard Thompson, suchte er in den USA nach neuen musikalischen Horizonten. Dort lernte er Michael Nesmith kennen, der als Gitarrist der TV-Band The Monkees zum Popstar geworden war und gerade als Solokünstler durchstartete. 1973 produzierte Nesmith dann „Valley Hi“, das schnell zu Matthews’ größtem Hit avancierte. Bloß der Sänger selbst fremdelte mit dem allzu countryhaften Sound. „Mir ist klar, dass viele Leute es für mein bestes Album halten“, erzählt Matthews im Interview. „Aber mich hat der Stil immer gestört.“