Aktuelle News

THE ROLLING STONES - Noch einmal mit Gefühl

Eigentlich klang „Hackney Diamonds“, ein Album, mit dem man bei seinem Erscheinen 2023 und damit 18 Jahre nach dem letzten Studio-Lebenszeichen „A Bigger Bang“ längst nicht mehr gerechnet hätte, deutlich nach Abschied. Doch jetzt kommt die größte Rock’n’RollBand der Welt zurück mit einem weiteren frischen, auf den Punkt produzierten Werk, das eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlägt.

DEEP PURPLE - Goldene Zeiten

Es ist ein offenes Geheimnis: Im 58. Jahr ihres Bestehens sind die HardrockPioniere in der Form ihres Lebens. Das unterstreicht auch ihr 24. Studio-Epos „Splat!“, das mit einer grandiosen Mischung aus Lebenserfahrung, MontyPython-Humor und bissiger Gesellschaftskritik aufwartet. Alles verpackt in starke Songs mit noch stärkeren Gitarren-/Keyboard-Passagen. Grund genug für ein ausführliches Gespräch mit Maestro Ian Gillan, der Mitte August stolze 81 Jahre jung wird. Darüber hinaus standen auch Roger Glover und Don Airey für interessante Kurz-Interviews zur Verfügung. Plus: Thin Lizzy und das Purple-Experiment!

eclipsed: Ian, aktuell tourt ihr noch mit „=1“, stellt aber gleichzeitig ein neues Album namens „Splat!“ vor. Wie habt ihr das – bei all dem Reisen – so schnell hinbekommen?

MIKE ZITO - Kopfüber über in den Blues

Mike Zito kehrt mit „Outside Or The Eastside“ zu seinen Wurzeln in St. Louis zurück – zu den schweißtreibenden Club-Nächten, endlosen Jams und der rohen Energie, die seinen Stil formten. Im Gespräch erinnert sich der Gitarrist an prägende Jahre zwischen Mississippi-Ufer und Eastside, spricht über ungefilterte Live-Aufnahmen und eine unvergessliche Ansage von Blues-Ikone Johnny Winter.

eclipsed: Mike, „Outside Or The Eastside“ erzählt von deinen Anfängen in St. Louis. Was steckt dahinter?

Mike Zito: Das Cover zeigt eine Straße voller Bars mit Livemusik. Genau dort hat für mich alles begonnen. Zwei Blocks vom Mississippi entfernt gibt es eine Kellerbar, in der ich 1998 mit meinem ersten Trio den Gig von Walter Trout eröffnen durfte. Wir spielten Hendrix und Stevie Ray Vaughan – roh, laut, eher Rock’n’Roll als Blues. Aber wir standen praktisch jeden Abend auf der Bühne.

eclipsed: Und der Titel?

LAKE - Dritter Frühling

Große Überraschung. Die originalen Lake der Siebziger sind zurück! Es gibt nur wenige Bands, die aus Deutschland kamen und in den USA Erfolge verbuchen konnten. Ihr geschmeidiger West Coast Sound aus Deutschland erregte 1976 auf ihrem selbstbetitelten Debüt international Aufmerksamkeit. 1988 löste sich die Band nach Umbesetzungen auf, kam 2003 mit Gitarrist Alex Conti zurück und ist nun, abgesehen vom verstorbenen Sänger James Hopkins-Harrison und Drummer Dieter Ahrendt, mit dem neuen Werk „Four“ wieder in alter Stammbesetzung da. Wir befragten Keyboarder, Komponist und Produzent Detlef Petersen zum Comeback.

MONO - Blühe in Frieden

Drei ganze Tage habe er geweint, sagt Takaakira „Taka“ Goto. Im Mai 2024 verlor der Gitarrist und die kreative Kraft der japanischen Postrocker Mono mit Steve Albini einen seiner engsten Verbündeten. Albini, vielseitiger Vordenker der experimentellen Musik und aufgrund seiner Studio-Arbeit mit Nirvana, PJ Harvey und den Pixies weltbekannt, hatte dem Quartett einst zum Durchbruch verholfen. Hatte es 2004 in die USA geholt und seitdem Dutzende Platten mit ihm aufgenommen, prachtvolle Kreuzungen aus fragilem Minimalismus und harschem Krach. Als er dann nach einem Herzinfarkt verstarb, war Taka am Boden zerstört. „Ich habe das überhaupt nicht akzeptieren können“, sagt er. „Ich fühlte mich völlig kraftlos und verloren.“

LUNATIC SOUL - Zurück ins Licht

Das monolithische Doppelalbum „The World Under Unsun“ ist noch kein Jahr alt, da meldet sich Mariusz Duda schon mit einer weiteren EP zurück: „Transition II“. Ausgerechnet jetzt, nur wenige Wochen, nachdem er seinen Ausstieg bei Riverside verkündet hat. Es ist der vielleicht größte Einschnitt in der Karriere des polnischen Musikers – und eine Chance, sein genresprengendes Projekt Lunatic Soul neu zu denken.

OK GOODNIGHT - Auditive Collagen

Die Bostoner von OK Goodnight haben unsichere Zeiten hinter sich. Dabei präsentierten sie sich auf ihrem zweiten Album, „The Fox And The Bird“, als eine der vielversprechendsten jungen Bands im kunstvollen, anspruchsvollen Progmetal. Jetzt, nach Umbesetzungen und jahrelangem Touren, melden sie sich mit dem ambitionierten „stop/go“ zurück. Ein Gespräch mit einer Band zwischen Erwartungshaltung und Entwicklungsdrang.

Songprophet DAVID EUGENE EDWARDS vervollkommnet sein Œuvre

David Eugene Edwards kann weder das Meer teilen noch über Wasser laufen oder es in Wein verwandeln. Und doch kennen wir ihn schon von seinen Bands 16 Horsepower und Woven Hand als grimmigen Propheten, der sich auf uralte Legenden beruft, um der Menschheit von der Höhe seines Berges aus die Leviten zu lesen. Auf seinem neuen Album „Mercurial Silence“ tritt er solo an, doch das macht überhaupt keinen Unterschied, denn im Mittelpunkt steht einmal mehr die emphatische Stimme des großen Mahners.