Aktuelle News

LONELY ROBOT - John Mitchell's Soloprojekt geht in den Ruhestand

Um Musik geht es eigentlich nur am Rande. Stattdessen spricht John Mitchell, das Mastermind hinter Lonely Robot, über Science-Fiction-Filme, seine Lieblingssorte Cola – und Katzen. Sein Kater, sagt er, schleiche sich bei jedem seiner Zoom-Interviews ins Bild. „Sag ehrlich, sehe ich schon aus wie ein verrückter Schurke aus einem James-Bond-Film?“ Der Vergleich passt. Nach einem Brandunfall in seinem Haus musste der Multiinstrumentalist in eine Wohnung ziehen, die wie ein kurioses Geheimversteck wirkt. Auf Keyboards und Synthesizern stapeln sich Festplatten, auf der Couch liegen Gitarren. Chaos mit kreativer Komponente. „Ich arbeite nicht wirklich bewusst“, bestätigt der Ire. Dafür weiß er sich trotzdem gut zu beschäftigen.

AFGHAN WHIGS Greg Dulli macht in Klanggemälden und Erlebnis-Gastronomie

Die Whigs zählen zu den letzten aktiven Vertretern der Grunge-Bewegung. Dieser Tage feiert die Band ihr 40. Jubiläum – mit dem Album „Soft Control“, auf dem Dulli vor allem sich und seine Beziehungsprobleme therapiert. Wie ernst er das meint und wie groß sein Gastro-Imperium ist, verrät er beim Interview in Brüssel.

eclipsed: Du bist jetzt 61 und hast Weggefährten wie Chris Cornell, Mark Lanegan, Kurt Cobain oder Layne Staley überlebt – obwohl du genauso viel Gas gegeben hast. Wie erklärst du dir das?

Greg Dulli: Ich schätze, ich hatte einfach Glück. Vielleicht habe ich auch rechtzeitig mit einigen schlechten Angewohnheiten aufgehört. Im Sinne von: Ich trinke nicht mehr – und um Drogen mache ich einen Bogen. Einfach, weil ich weiß, welchen Schaden sie anrichten. Ich habe viele Leute verloren, die mir eine Menge bedeutet haben. Das war mir eine Lehre.

eclipsed: Was verbirgt sich hinter „Soft Control“?

THE SPACELORDS neues Album entstand unter widrigen Umständen

„Wir sind froh, dass wir überhaupt weitermachen konnten“, äußert sich Drummer Marcus Schnitzler zur Zwangspause nach dem 2023er-Album „Nectar Of The Gods“: „Unser Bassist Akee war schwer erkrankt und ist dem Tod nur knapp entronnen.“ Als es dann wieder in den Proberaum ging, floss die Kreativität umso stärker. Wie immer wurde viel gejammt: „Wir nehmen immer alles auf, suchen das heraus, was uns am besten gefällt, und arbeiten damit weiter.“ Der Song „Survive To Win“ habe unmittelbar mit der persönlichen Situation des Bassisten zu tun: „Als Akee wieder gesund war, haben wir frohen Mutes das Stück entwickelt. Es ist allen Menschen gewidmet, die Leid, Ungerechtigkeit, Mobbing, Ängste, Krankheit, Tod, Krieg oder andere schlimme Sachen erleben und ertragen müssen oder mussten.“

POLYMOON pflegt die Kunst der psychedelischen Verwandlung

So verführerisch können hypnotische Sounds klingen: Auf ihrem neuen Album „Mariposa Magic!“ nehmen uns Polymoon mit auf einen intensiven Trip durch schillernde psychedelische Klangwelten. Die kreative Reise der Combo aus dem finnischen Tampere sei längst nicht abgeschlossen, erklären Jesse Jaksola (Gitarre, Synthesizer) und Sänger Kalle-Erik Kosonen im Interview. Doch schon jetzt sei man ganz bei sich.

eclipsed: „Caterpillars Of Creation“, „Chrysalis“ und „Mariposa Magic!“: Raupe, Kokon, Schmetterling. Wenn man eure Albumtitel betrachtet, könnte man meinen, ihr hättet von Anfang an einen großen Plan verfolgt. War das so?

SAMMELSURIUM bewahren mit „Trilogie 2026“ drei Jahrzehnte Musik

Die süddeutsche Formation Sammelsurium folgt seit Langem ihrem eigenen Weg – mit stilistischen Grenzgängen, wechselnden Lebensumständen, langen Pausen und erstaunlicher Beharrlichkeit. Jetzt liegt mit „Trilogie 2026“ ein 3CD-Set vor, das die musikalische Entwicklung von 1999 bis 2025 dokumentiert. Es ist das klingende Archiv einer Band, die sich nie einfach kategorisieren ließ.

DAILY THOMPSON verraten Details aus dem Maschinenraum der Band

Mit ihrem neuen Album „Glue“ liefern Daily Thompson einmal mehr den Beweis, dass waschechter 90s-Alternative-Rock auch „made in Germany“ bestens funktioniert. Aufgenommen wurde erneut in Seattle, gemeinsam mit Produzent Tony Reed (Pentagram, Mos Generator), der diesmal noch tiefer ins Songwriting eingebunden war. Sängerin und Bassisten Mercedes „Mephi“ Lalakakis erzählt im Gespräch, warum die Band weiterhin auf Live-Feeling im Studio setzt, wie der Song „Chains“ zum echten Bandprojekt wurde – und was das Coverfoto mit Aberdeen, der Heimatstadt von Kurt Cobain, zu tun hat.

eclipsed: Mephi, ihr habt euer aktuelles Album wieder in Seattle gemeinsam mit Produzent Tony Reed aufgenommen. Die Kombination hat ja auch schon bei euren vergangenen Platten gut funktioniert. War das ein bewusster Move, wieder mit ihm gemeinsame Sache zu machen?

Die jungen Retrorocker CRIMSON ROOTS wollen sich als starke Live-Band etablieren

Crimson Roots, 2025 gegründet, sind eine junge spannende Retrorock-Band, die mit dem Konzeptalbum „Open Roads“ ihr Debüt vorgelegt hat. Sängerin Ina Salaj und Leadgitarrist Kristi Dhimitri kommen aus Albanien, haben ihre Studien-Zelte aber in Nürnberg/Erlangen aufgeschlagen. Die Band dringt zunehmend über den regionalen fränkischen Raum hinaus. Wir haben die Sängerin und den Gitarristen zu ihren Live-Auftritten und Ambitionen, aber auch zu einem weiteren Album sowie einem ganz bestimmten legendären Song der Rockgeschichte, den Crimson Roots live als Zugabe spielen, befragt.

eclipsed: Ihr seid eine junge Band, die bisher erst ein Album veröffentlicht hat: Wann und wo fand euer erster Auftritt statt, und wie erinnert ihr euch daran?

VIBRAVOID - Der „Doktor“ gibt den Ton an

Vibravoid sind ohne Zweifel die umtriebigste Psychedelic-Band der hiesigen Szene. Seit ihren Anfängen Ende der 80er Jahre verströmt die Düsseldorfer Band um Mastermind Christian „Doktor“ Koch die DNA des Spät-60er-Psychedelic, so auch auf dem neuen Album „A Reason For Now“. Doch dieses Album kommt nicht allein, denn Vibravoid haben noch mehr im Köcher: ein Buch und einen Film.