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Das ONSÉGEN ENSEMBLE verwebt New Artrock mit Ennio Morricone

Es beginnt mit Kirchenglocken, einem leicht rauen Fingerpicking, dazu kommt eine langsam gespielte, Spannung aufb auende Mundharmonika. Ja, das neue Album „A Tale“ des finnischen Onségen Ensemble springt mitten hinein in die cineastische Welt eines Sergio Leone und Ennio Morricone. Wenn dann später in „To Be Led By The Lost“ oder „The First Casuality“ eine Trompete und in „Crystal Waters Of Spring“ Chöre für eine enorme Melodramatik sorgen, ist die Imagination der epischen Weite, die sich mit einem solchen Soundtrack verbindet, perfekt.

SNOWY WHITE setzt seiner langen Karriere die Krone auf

Dass Snowy White in derselben Liga wie seine Kollegen Peter Green, Eric Clapton und David Gilmour spielt, hat sich schon vor Jahrzehnten herumgesprochen. Trotzdem galt der vielseitige Gitarrist lange vor allem als hochgeschätzter Sideman und Sessionmusiker und wurde weniger aufgrund seiner eigenen Werke wahrgenommen. Das hat sich zum Glück geändert: Seit seinem Abschied von der Livebühne wartet der für seinen gefühlvollen, flüssigen Gitarrenton bekannte Musiker mit einem Topalbum nach dem anderen auf. Wir sprachen mit ihm über seine jüngste Studioproduktion, die das Zeug zum Opus magnum hat.

eclipsed: Im Track „The Finishing Touch“ thematisierst du all die Sorgen, die sich gegenwärtig viele Menschen machen, richtig?

ADVENT HORIZON lassen sich von der Natur inspirieren

Gleich drei Mitglieder von Advent Horizon sind aus Salt Lake City zugeschaltet – Frontmann Rylee McDonald, Drummer Mike Lofgreen sowie Grant Matheson (Gitarre, Gesang, Keys). Drei von vier? Oder fünf? Oder sechs? Das ist nicht so ganz klar, schließlich taucht neben Bassist Cason Wood auch immer wieder Rylees Frau Kristen (Gesang) auf offiziellen Fotos auf. Zudem feierte Jared Hill (The Reb Beach Fusion Band) auf dem Release-Konzert zu „Falling Together“ seinen Einstand als Tour-Keyboarder: „Wer weiß, wie sich das noch entwickelt. Er ist ein langjähriger Freund der Band und ein unglaublich guter Musiker“, schwärmt Rylee, der mit Mike Lofgreen den kreativen Nukleus der Band bildet.

Prominente Verstärkung für SARIS - Derk Akkermann wagt den Neustart

„Neustart“ ist ein großes Wort – aber es trifft den Kern, wenn es um Derk Akkermann und seine (Prog-) Formation Saris geht: „Wir sind jetzt keine deutsche Band mehr, sondern eine deutsch-britische“, verkündet der Band-Chef im Gespräch mit eclipsed, wobei eben nicht mehr nur der Bochumer deren Geschicke leitet, sondern auf dem neuen Album „Project: Off World“ gleichberechtigt auch Sänger Henrik Wager. Der Brite ist beim Interview mit zugeschaltet und sagt: „Ich war ja schon vorher als Sänger dabei, aber ich wollte jetzt auch etwas beeinflussen.“

ANDREAS DIEHLMANN BAND - Einfach Bluesrock!

Bluesrock – mal ruhig und nachdenklich, dann wieder herrlich krachend – ist das Ding des konstant die Republik bespielenden Andreas Diehlmann und seiner Begleiter. Wir sprachen mit dem Sänger und Gitarristen über ihr neues Studio-Werk.

eclipsed: Was erwartet eure Fans und die, die es werden sollen, auf dem neuen Album? Gibt es signifikante Unterschiede zum Vorgänger „That Old Blues Again“ von 2024?

Andreas Diehlmann: Stilistisch, würde ich sagen, ist das einfach Bluesrock – geradeaus und sehr rockig. Was natürlich nicht fehlen darf, sind traurig-schöne Balladen. Ich bin Balladen-Freak aus Leidenschaft. Der Hauptunterschied zum letzten Album ist unser neuer Drummer Martin Gunkel. Er hat den Band-Sound ganz schön verändert – alles hat mehr Punch und klingt einfach fetter.

eclipsed: Schildere doch bitte zu ein paar der Songs kurz, worum es textlich geht.

THE DEAR HUNTER - Musikalische Selbstrettung

Seit jeher zieht es Casey Crescenzo zu großen Geschichten. Mit The Dear Hunter, dem Sextett, das er 2005 als Nebenprojekt ins Leben rief, realisiert er vielschichtige, mehrere Alben umfassende Konzepte. Seit 2021 durchkreuzt die Formation aus Rhode Island musikalisch den Weltraum: Der Zyklus „The Indigo Child“ spielt in einem fremden Universum, in dem die Protagonisten nach dem titelgebenden Kind suchen – teils Messias-Odyssee, teils steampunkiger Spaß.

Im Zentrum von „Sunya“, dem aktuellsten Kapitel der Saga, steht ein Wissenschaftler, der sich auf eine spirituelle Reise begibt. Crescenzo spoilert: „Auf ihn wartet kein Messias. Die Idee ist also, dass wir versuchen sollten, uns selbst zu retten, denn sonst macht es keiner.“ Im Interview geben Crescenzo und Bassist Nick Sollecito ein paar Tipps, wie die musikalische Selbstrettung funktioniert.

SMOKEMASTER - Naturburschen statt Kifferjungs

Smokemaster aus Köln tragen einen feierlichen Namen. Da passt der Titel des dritten Albums der Psychedelic-Rocker, „In The Temple“, perfekt. Doch von welchem Tempel spricht die Band da? Wie hat sich die Musik der Kölner Jungs weiterentwickelt? Wie sind sie mit dem Verlust ihres Sängers Björnson Bear zurechtgekommen, und welche inhaltlichen und musikalischen Themen bietet ihr neues Werk? Fragen, die uns Schlagzeuger Lukas Bönschen und Bassist Tobias „TobMaster“ Schmidt, beide Gründer der Band, im Interview beantworten.

eclipsed: In welchem heiligen Tempel befinden wir uns denn auf eurem neuen Album?

Lukas Bönschen: In welchem immer du magst. Das ist schön in deinem Kopf.

eclipsed: Was soll dann das Cover symbolisieren?