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WOLFGANG NIEDECKEN - 50 Jahre BAP & Kölner Kulturbotschafter

Niedeckens BAP sind eine Deutschrockinstitution. Dieses Jahr feiert Bandchef Wolfgang Niedecken gleich zwei Jubiläen: seinen 75. Geburtstag und ein halbes Jahrhundert BAP. 2026 kommt er zunächst solo mit dem Programm „Zwischen Start und Ziel“. Danach geht die komplette Band in der zweiten Jahreshälfte auf große Arenatour, „50 Jahre BAP - Die Zielgerade“. Genug Gründe, mit dem sympathischen Kölschen ein launiges Interview zu seinem Musikschaffen zu führen.

eclipsed: Lieber Wolfgang, du feierst Geburtstage, deinen und den von BAP, gerne auch öffentlich mit den Fans. Direkt an deinem Geburtstag am 30. März trittst du in Köln mit deinem Solo-Programm auf. Du bist sehr publikumsnah, könntest aber doch auch in aller Ruhe nur mit Familie feiern … 

MARTIN GRIFFITHS - Zeitmaschine mit Spätzündung

Beggars Opera waren eine Prog-Band aus Glasgow. 1971 hatten sie mit dem Mellotron-trunkenen „Time Machine“ einen Hit. Nun veröffentlichte ihr damaliger Sänger Martin Griffiths sein erstes Soloalbum „The Beggar“. Über 50 Jahre waren diese Songs verschwunden. Wir haben mit ihm über sein Comeback gesprochen.

Martin Griffiths kennt man heutzutage nur mehr als Gastsänger bzw. -sprecher bei Alias Eye und Poor Genetic Material, den Projekten seines Sohns Philip. Eine waschechte Überraschung ist nun sein allererstes Soloalbum mit Songs aus dem Jahr 1973 – eine spannende Story, die erzählt werden will.

eclipsed: Warum konntest du die Songs nicht bereits 1973 veröffentlichen? 

Martin Griffiths: Ich war damals bei der Plattenfirma Vertigo, und es war im Gespräch, ein Soloalbum zu machen. Als ich Beggars Opera verließ, landete das in der Schublade.

MICHAEL MONROE will ein Botschafter der Hoffnung sein

Als irgendwann in den Siebzigerjahren aus Matti Fagerholm die Kunstfigur Michael Monroe wurde, stand für den Sänger, Saxofonisten und Songschreiber fest, dass sein Leben dem Rock’n’Roll gehören würde. Zunächst als Frontmann der Band Hanoi Rocks, ab Mitte der Achtziger solo und in den Nullerjahren noch mal mit Hanoi, veröffentlicht der 1963 in Helsinki geborene Musiker konstant starke Rockalben mit prägnanten Melodien und musikalischer Finesse. Über sein 13. Solo-Werk „Outerstellar“ unterhielten wir uns per Video-Call.

eclipsed: Michael, man kann bei dir durchs Fenster einen verschneiten Garten sehen. Wirkt sehr idyllisch bei dir.

AXEL RUDI PELL liefert mal wieder vollumfänglich ab: Standard!

Der Gitarrenheld aus Bochum veröffentlicht seinen mittlerweile 23. (!) Longplayer „Ghost Town“. Wir sprachen mit ihm über die Arbeit mit Udo Dirkschneider, über künstliche Intelligenz und einen alten Freund, der leider nicht mehr unter uns weilt.

eclipsed: Worin siehst du selbst die größten Unterschiede zum Vorgängerwerk „Risen Symbol“ von vor zwei Jahren?

Axel Rudi Pell: Die neue Platte ist besser (lacht). Irgendwie ist „Ghost Town“ runder geraten. Warum, weiß ich nicht, aber das Ganze funktioniert als Einheit wirklich großartig. Ich finde „Risen Symbol“ weiterhin mega und dachte mir beim Komponieren zuerst: „Uh, das wird schwierig, das noch zu toppen.“ Aber es ist mir gelungen – was mich echt stolz macht. Ich glaube fest, man kann die Scheibe immer wieder am Stück durchhören, ohne dass sie eintönig wird, und so jeden Tag einen anderen Lieblingstitel finden.

Mit „Genotype“ kehren TEXTURES in die Progmetal-Szene zurück

Völlig überraschend hatten Textures Ende 2017 nach dem Album „Phenotype“ (2016) ihre Auflösung bekannt gegeben. Es war ein Paukenschlag, der die Modern-Progmetal-Szene, die die Niederländer mit Alben wie „Drawing Circles“ (2006), „Silhouettes“ (2008) und „Dualism“ (2011) maßgeblich mitgeprägt hatten, wie aus heiterem Himmel traf. „Viele Bands haben uns später gesagt, dass wir sie inspiriert hätten: TesseracT, Periphery, Animals As Leaders oder VOLA…“, erzählt Daniël de Jongh. „Gojira, Architects, The Ocean… viele, die wir als Vorbands dabeihatten, spielen inzwischen in großen Hallen.“

Trotz aller Widrigkeiten machen DIRTY SOUND MAGNET immer weiter

Um ein Haar hätte es das siebte reguläre Studioalbum „Me And My Shadow“ der Schweizer Band Dirty Sound Magnet nicht gegeben: Zwei Wochen vor Beginn der Aufnahmen geriet Sänger und Gitarrist Stavros Dzodzos in eine lebensbedrohliche Situation. „In einem Club, den ich gut kenne, gab mir jemand eine kleine Flasche“, erzählt der Musiker. Er habe sie für ein Getränk gehalten. Ein fataler Irrtum: „Das war eine flüssige Droge, die man nur inhaliert. Das darf man nicht trinken, das ist supergefährlich. Ich kannte es nicht und habe es getrunken. Es war das Sechsfache der Dosis, die einen normalen Menschen tötet. Ich hatte ganz viel Glück.“

THE RETICENT verarbeitet die schlimmsten Jahre seines Lebens

Aus North Carolina meldet sich Chris Hathcock, wo er daheim vor einem eisigen Wintersturm Schutz sucht. Harte Umstände betreffen aber nicht nur das Wetter in seiner Heimat, sondern auch seine Musik. „Ich schreibe, wenn ich Schmerzen verspüre!“ Dieser Satz fällt im Verlauf des Interviews mehr als einmal. „Please“ nennt sich das neue Album von The Reticent, das den Kampf um die psychische Gesundheit in den Mittelpunkt stellt. Und das autobiografisch ist. „Es gibt, wie ich finde, nicht genug Musik, die sich wirklich mit diesen Themen auseinandersetzt. Wenn ich Schmerzen habe, möchte ich Musik hören, die mit mir oder für mich schmerzt.“