HENRIK FREISCHLADER, deutscher Vorzeige-Bluesrocker, tanzt 2023 auf mehreren Hochzeiten

2009 hieß es zum ersten Mal „Recorded By Martin Meinschäfer“, gut 13 Jahre später besann sich Henrik Freischlader nun wieder auf ein Solo-Konzept. Der Wuppertaler spielte alle Instrumente selbst, bis auf die Orgel, die von Kumpel Mo Fuhrhop bedient wurde. Aufgenommen wurde einmal mehr bei Martin Meinschäfer in dessen Studio in Arnsberg-Neheim, in dem sich ansonsten Acts wie Long Distance Calling, Zodiac, Demon’s Eye und Blueser wie Kai Strauss oder auch Layla Zoe wie zu Hause fühlen.

eclipsed: Henrik, warum war die Zeit reif für „Recorded By Martin Meinschäfer II“?

Henrik Freischlader: Meine alte Band hatte sich aufgelöst. Da passte das Konzept wieder. Aber die 13 Songs sind komplett neu.

eclipsed: Dieses Jahr heißt das Motto deiner Tour „Bring Back The Time“. Welche Zeit soll es zurückbringen?

AYNSLEY LISTER erweitert mit „Along For The Ride“ sein musikalisches Spektrum

Nach längerer Pause überrascht Aynsley Lister mit einem starken neuen Album, das weit über das Bluesrock-Genre hinausgeht. Wir sprachen mit ihm über die Hintergründe der Produktion und die bevorstehende Deutschland-Tournee im Mai 2023.

eclipsed: Seit deinem letzten Studioalbum „Eyes Wide Open“ sind einige Jahre ins Land gegangen. War die Produktion des neuen Longplayers eine schwere Geburt?

Aynsley Lister: Es hat sich hingezogen. Wir wollten im Frühjahr 2020 ins Studio, hatten alle Songs beisammen. Dann kam der Lockdown. Es lief alles aus dem Ruder. Ich saß drei Monate zu Hause rum. Aus der Stimmung heraus sind zusätzliche Songs entstanden. Aber ein ganzes Album mit Lockdown-Nummern wäre dann wohl doch zu einseitig und düster geworden.  

eclipsed: Ganz im Gegenteil nun – für den Facettenreichtum auf „Along For The Ride“ bekommst du überall großes Lob. 

Die Kanadier SPELL nehmen die Hörer auf ihrem neuen Album mit in ihr Leben

Die Geschichte von Spell beginnt im Jahr 2001, als die Brüder Cam und Al Miller (Künstlernamen Cam Mesmer und Al Lester – Anm.) in einem Plattenladen in Vancouver die Iron-Maiden-Alben „Piece Of Mind“ und „Brave New World“ für sich entdecken. Cam ist zu diesem Zeitpunkt 13 Jahre alt, sein Bruder Al sogar noch drei Jahre jünger. „In dem Moment war es zeitgleich um uns geschehen“, blickt Cam schmunzelnd zurück. Doch noch sollte es knapp sechs Jahre dauern, bis die beiden erstmals in der Band Stryker gemeinsam in Erscheinung treten. 2013 folgt dann die Umbenennung in Spell.

DEEP PURPLE: Made In Japan - Die Mutter aller Livealben

Im Dezember 1972 erreichte das glorreiche Zeitalter der Rock-Doppelalben mit dem Erscheinen von Deep Purples „Made In Japan“ einen frühen Höhepunkt. Auch wenn schon vorher Konzertmitschnitte veröffentlicht worden waren, wie wir im Folgenden noch beleuchten werden, fiel es zudem fast mit dem Startpunkt der großen Ära der Livealben zusammen. Zum 50. Geburtstag von „Made In Japan“ erzählen wir die Vorgeschichte des Albums auch aus den Blickwinkeln der Protagonisten Ritchie Blackmore und Ian Paice, holen dazu Stellungnahmen der Star-Gitarristen Axel Rudi Pell, Marcus Deml und Mark Zyk ein und runden das Ganze mit einer persönlichen Würdigung durch den Demon’s-Eye-Drummer Andree Schneider ab. 

ROGER WATERS - Tödliche Vergnügungssucht

Wenn eines der Soloalben von Pink-Floyd-Mitgründer Roger Waters das Prädikat „Kaufrausch“ verdient, dann das vor 30 Jahren veröffentlichte „Amused To Death“. Nicht nur gelang ihm damit ein klanglich brillantes Werk voller atmosphärischer Stimmen und Klangeffekte auf Augenhöhe mit der Musik seiner einstigen Band. Es ist vor allem ein ambitioniertes, in seinen Aussagen radikal kritisches Konzeptalbum über die moderne Medienwelt, in der der Mensch sich nicht zuletzt durch seinen Hedonismus zunehmend selbst die Existenzgrundlagen entzieht und Krieg wie ein Sportevent aufgezogen wird – Themen, die bis heute so relevant wie brisant sind. Wir beleuchten Waters’ Medienkritik und Antikriegshaltung, auch im Lichte aktueller Entwicklungen, und ordnen das Album im Floyd-Kosmos ein.

Der medial verführte Mensch

DREAM THEATER - Der schwere Weg zum Meilenstein

Kein anderes Album hat einen so nachhaltigen Einfluss auf das Progmetal-Genre gehabt wie Dream Theaters „Images And Words“, mit dem den New Yorkern der perfekte Spagat zwischen schier unglaublicher technischer Finesse und episch-grandiosem Songwriting gelang. Nach dem musikalisch fast ebenbürtigen, aber in produktionstechnischer Hinsicht deutlich dahinter zurückstehenden „When Dream And Day Unite“ sorgte es mit seinem Hochglanzsound 1992 für eine wahre Explosion der Progmetalszene, deren Schockwellen bis in die Gegenwart nachhallen. Doch auf dem Weg dorthin gab es einige Hindernisse zu überwinden. 

NEIL YOUNG - Goldene Ernte

Vor 50 Jahren erschien mit „Harvest“ Neil Youngs wohl bekanntestes Album, das auch seinen größten Hit „Heart Of Gold“ enthält. Obwohl es als Klassiker der Rockgeschichte gilt, betrachten manche Fans des Kanadiers das Werk bis heute mit gemischten Gefühlen. Im Folgenden zeichnen wir seine Entstehungsgeschichte nach.