29. August 2014

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John Garcia , Kyuss , Vista Chino

An den Imbissen rund ums Schlesische Tor im Berliner Ortsteil Kreuzberg hocken Menschen vor Flachbildschirmen und schauen Fußball. Nur im Club Bi Nuu ist die Weltmeisterschaft in Brasilien Nebensache. John Garcias Band Unida hat sich dort zum Soundcheck eingefunden. Trotz des neu erwachten Interesses der Amerikaner an Soccer, von dem man allenthalben hört, steht den Mitgliedern der US-Band nicht der Sinn nach Gekicke. Bevor der Soundcheck starten kann, geht der Ex-Kyuss-Sänger noch Interviewverpflichtungen nach. Den vorerst letzten Gig vor einer längeren Pause seiner Stoner-Truppe nutzt er, um über sein Solodebüt zu sprechen.

eclipsed: Du bringst dein erstes Soloalbum heraus. Sicher haben manche Fans früher damit gerechnet…

29. August 2014

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Amon Düül

Amon Düül II waren 1967 aus einer Künstlerkommune im Münchener Szeneviertel Schwabing hervorgegangen. In den Zeiten der Studentenunruhen, von APO und Protesten gegen den Vietnamkrieg war Musik noch Ausdruck einer gesellschaftspolitischen Haltung. Ob die Band nach bald fünfzig Jahren noch immer diesen künstlerischen Geist lebt, haben wir mit Gitarrist John Weinzierl erörtert.

eclipsed: Warum habt ihr „Bee As Such“ nun als physisches Produkt unter dem Titel „Düülirium“ veröffentlicht?

29. August 2014

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Opeth

Ende April. eclipsed sitzt zusammen mit Sänger/Gitarrist Mikael Åkerfeldt und Gitarrist Fredrik Åkesson auf dem sonnendurchfluteten Balkon eines Berliner Hotels unweit des Alexanderplatzes. Das neue Album „Pale Communion“ ist längst vorspielreif, und doch müssen Opeth die Veröffentlichung kurzfristig auf Ende August verschieben. Grund: Bandboss Åkerfeldt hat bei seinem Hauskünstler Travis Smith ein dreigeteiltes Covergemälde in Auftrag gegeben, das wohlige Erinnerungen an Emerson, Lake & Palmers „Pictures At An Exhibition“ weckt, aber nicht rechtzeitig fertig geworden ist.

eclipsed: Mikael, euer letztes Album „Heritage“ stellte den radikalsten Bruch in der Geschichte von Opeth dar. Was hat diese Veränderung bewirkt?

29. August 2014

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Curved Air

Curved Airs neues Studioalbum „North Star“ orientiert sich an ihren kraftvoll-progressiven Zeiten in den frühen Siebzigern. Und das, obwohl von der Originalbesetzung nur noch Sängerin Sonja Kristina und Schlagzeuger Florian Pilkington-Miksa mit dabei sind. Wundergeiger Darryl Way, der den Curved-Air-Sound entscheidend mitprägte, steht seit 2009 nicht mehr in Diensten der britischen Gruppe; Paul Sax steht ihm jedoch in puncto Virtuosität in nichts nach. Gitarrist Kirby Gregory war schon in den Siebzigern für kurze Zeit mit von der Partie, er ist nach wie vor ein Könner an seinem Instrument.

29. August 2014

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Johnny Winter

Seine sehnlichsten Wünsche blieben zu Lebzeiten unerfüllt: Auf einen Grammy für ein eigenes Album wartete Johnny Winter ebenso vergebens wie auf die Aufnahme in die Rock’n‘Roll Hall Of Fame. Am 16. Juli wurde der begnadete weiße Bluesmann tot in seinem Hotelzimmer in Zürich aufgefunden; er starb während einer Tournee, im Alter von siebzig Jahren.

Unter den weißen Gitarrenhelden war er der leidenschaftlichste und profilierteste, definitiv „kein Rock’n‘Roller“, wie er selbst sagte, „sondern ein Bluesmann“. Dabei wurde dem in Texas aufgewachsenen Jungen – wie sein jüngerer Bruder Edgar Albino und damit „weißer als Schnee“ – diese Leidenschaft nicht in die Wiege gelegt. Sein Vater spielte Saxofon und sang in Barbershop-Formationen, die Mutter spielte Klavier, und ihr Sohn versuchte sich zunächst an der Klarinette und am Big-Band-Sound.

29. August 2014

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Rick Wakeman , Yes

Mangelnde Produktivität kann man Rick Wakeman wahrlich nicht vorwerfen. Der blonde Keyboarder, der den Sound von Yes entscheidend prägte, hat inzwischen mehr als hundert Soloalben eingespielt. Eines seiner musikalischen Lieblingskinder ist dabei immer noch die Vertonung von Jules Vernes Roman „Reise zum Mittelpunkt der Erde“, die nun in einer runderneuerten und erweiterten Version vorliegt. Im Gespräch mit eclipsed verriet Wakeman, wie es zu dieser Neueinspielung kam.

eclipsed: Bei der jetzt vorliegenden Aufnahme von „Journey“ handelt es sich um eine erweiterte Version der Neueinspielung von 2012, richtig?

29. August 2014

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CD-Sampler

JOE BONAMASSA - Different Shades Of Blue (4:36)
Album: Different Shades Of Blue (2014)
Label/Vertrieb: Provogue/Mascot/Rough Trade

Nach zwei Jahren Solopause versorgt JOE BONAMASSA seine Fangemeinde erneut mit einem neuen Bluesrock-Leckerbissen. Auf dem abermals von Kevin Shirley in Las Vegas brillant produzierten „Differnet Shades Of Blue“ beschwört der Sänger/Gitarrist ein ums andere Mal das Feeling seiner frühen Alben herauf! (VÖ: 19.9.)

27. Juni 2014

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The Who

„‚Tommy‘ hat alles verändert und uns gerettet“, erinnert sich Pete Townshend im einführenden Essay zur 2011 erfolgten Wiederveröffentlichung von „Quadrophenia“. Im Grunde waren The Who in den Sechzigern eine Singles-Band gewesen; die plötzliche Intellektualisierung der Popmusik hatte ihren Vordenker vor eine neue, unerwartete Herausforderung gestellt. „Die Menschen wollten plötzlich ‚ernsthafte‘ Musik von Popgruppen hören. Dadurch, dass wir eine Rockoper aufnahmen – nach unserer Anschauung auch nur eine Abfolge guter Singles, die jedoch ein zusammenhängendes und daher bedeutsameres und herausforderndes Musikerlebnis implizierten –, haben wir als Band eine der turbulentesten Phasen der Rockgeschichte überlebt.“