26. Oktober 2016
Gong
Gong ohne Daevid Allen? Für manchen Anhänger der legendären Psychedelic-Progger mag dies befremdlich sein, war doch der australische Kosmopolit mit seiner überbordenden Kreativität Kopf und Seele der Gruppe. Ihr aktuelles Album „Rejoice! I’m Dead!“ stellt jedoch unmissverständlich klar: Die Kultformation hat auch ohne ihren 2015 verstorbenen Spiritus Rector eine Zukunft. Außerdem beweisen die Songs, dass Allen Weitsicht bewiesen hatte, als er den Kollegen seinen Segen zum Weitermachen erteilte.
26. Oktober 2016
Steve Hillage
Was man vor zwanzig Jahren noch nicht für möglich gehalten hätte: Auch Rockmusiker kommen in die Jahre und damit in die Verlegenheit, Bilanz ziehen zu müssen. Doch nur wenigen ist es vergönnt, ihr Gesamtwerk in einer derart fulminanten Box präsentieren zu dürfen wie es der britische Gitarrist Steve Hillage gerade tut.
26. Oktober 2016
Brand X
Brand X sind zurück. Heute fast in Vergessenheit geraten, war das meist als Quintett agierende Kollektiv Mitte der Siebzigerjahre eine stilprägende britische Jazzrockband, die stärker im Rocklager verwurzelt war als im Jazz. Mehr als vierzig Jahre nach ihrer Gründung und nach einer sechzehnjährigen Auszeit hat sich die Gruppe jetzt für eine Reunion-Tour zusammengefunden.
26. Oktober 2016
Riverside
Exakt acht Monate nach dem tragischen Tod ihres Gitarristen Piotr Grudziński stellen Riverside ihr lange geplantes Ambient-Album „Eye Of The Soundscape“ vor. Vor allem für Mariusz Duda, Sänger, Gitarrist und Sprachrohr der Band, bedeutet dies auch, sich erstmals wieder den Fragen der Öffentlichkeit zu stellen.
26. Oktober 2016
The Brew
Das englische Powerrocktrio The Brew ist zu zwei Dritteln noch locker unter dreißig und doch bereits ins zweite Bandjahrzehnt eingetreten. Seit „A Million Dead Stars“ wartet die stetig wachsende Fangemeinde der Livemonster auf ein weiteres definitives Studiowerk. „Shake The Tree“ ist The Brews erneuter Versuch, den ganz großen Wurf zu landen. Ob er diesmal erfolgreich war, diskutiert eclipsed mit Tim Smith, dem „älteren Herrn“ am Bass.
26. Oktober 2016
Archive
Wie weit darf eine Band ins Risiko gehen? Wie viel darf sie von ihrem Markenkern preisgeben, wenn sie sich neu erfindet? Fragen, die sich aufdrängen, wenn man die aktuelle Platte von Archive hört. „The False Foundation“ ist ein Neubeginn, der die Archive-Gemeinde polarisiert. Sie funktioniert wie ein kompletter Reset. Setzte die Band in den letzten Jahren vor allem auf extreme Kontraste zwischen einzelnen Songs auf einem Album, wirkt die neue CD wie ein einziger langer Track ohne nennenswerte Höhen und Tiefen.
26. Oktober 2016
Beth Hart
Auch mit ihrem zwölften Studioalbum „Fire On The Floor“ wird Beth Hart ihrem Ruf als Hohepriesterin des weißen Blues gerecht. Die 44-jährige US-Amerikanerin ist einfach eine emotionale Urgewalt, ein nie erlöschender Vulkan. Sie heult, stöhnt und schreit, als ginge es bei jedem Lied um ihr Leben, das einzig aus Schmerz, ungezügelter Lust und Sehnsucht zu bestehen scheint.
26. Oktober 2016
CD-Sampler , Wolf People , Blind Ego , Aynsley Lister , Alcest , Eyevory
WOLF PEOPLE - Night Witch (3:48)
Album: Ruins (2016)
Label/Vertrieb: Secretly Group/Cargo
www.wolfpeople.co.uk
Hier geben sich der Pop, Proto-Prog und Canterbury-Folk-Rock der späten Sechzigerjahre die Hand mit der Neuzeit. Das kommt auf dem neuen Album „Ruins“ so ähnlich einige Mal vor, auch „Night Witch“ bleibt mit seiner einschmeichelnden Gesangsmelodie dazu noch sehr angenehm in den Gehörgängen hängen. Album des Monats. (VÖ: 11.11.)