28. April 2017
Procol Harum
50 Jahre Procol Harum. 50! Die Band lässt zu diesem außergewöhnlichen Jubiläum ordentlich was springen. Ein neues Studioalbum nämlich. Das erste seit 14 Jahren. Und „Novum“ ist ohnehin erst die zwölfte Einspielung in der langen Karriere der englischen Formation, die in den Sechzigern mit „A Whiter Shade Of Pale“ einen der größten Dauerbrenner der Rockgeschichte abgeliefert hat. Auf diesen ist das letzte verbliebene Gründungsmitglied Gary Brooker nur bedingt gut zu sprechen. Ansonsten plaudert es aber von der Leber weg über Vergangenheit und Zukunft seiner Gruppe.
28. April 2017
Kairon Irse
Kairon; IRSE!, die Shoegaze-Psychedeliker aus dem finnischen Seinäjoki, haben mit ihrem Zweitwerk „Ruination“ eine famose Scheibe vorgelegt, die gerade auch bei Progfans auf offene Ohren treffen wird. Denn das Quartett um Frontmann Dmitry Melet hat allerlei verwinkelte Themen erarbeitet, die von falsettartigem Gesang, Vintage-Keyboards, Fuzz-Gitarren und poppigen Hooklines zusammengehalten werden. Ein Hörgenuss der besonderen Art.
28. April 2017
Dave Davies , Kinks
Von wegen Kinks-Reunion: mit „Open Road“ legt Dave Davies, gerade siebzig Jahre alt geworden, ein neues Soloalbum vor – weil sein großer Bruder das ebenfalls tut und damit die Pläne für eine neuerliche Zusammenarbeit durchkreuzt. Wie weit diese gediehen ist und wie schwierig der gute Ray sein kann, erfuhr eclipsed per Satellitenschalte aus New Jersey.
28. April 2017
The Afghan Whigs
Wenn Greg Dulli einen guten Tag hat, ist der Chef der Afghan Whigs der dankbarste Gesprächspartner, den man sich wünschen kann. Wie zur Präsentation seines achten Albums „In Spades“, bei der der große, korpulente Mann aus Ohio ein paar echte Brüller vom Stapel lässt. Etwa über alte Helden und dunkle Gelüste. Das, wozu Jimmy Page leider der Humor fehlt.
28. April 2017
Big Big Train
Mit ihrem letztjährigen Meisterstück „Folklore“ gab das Oktett Big Big Train aus den englischen Midlands dem Terminus „Volksmusik“ eine ganz andere, fortschrittliche Bedeutung. Dieser Tage ist der Nachfolger „Grimspound“ in den Handel gekommen. Ein ruhigeres, unaufgeregteres Werk als die opulente, facettenreiche Produktion von 2016. Die neue Scheibe trägt eher dem Titel des Vorgängers Rechnung, denn tatsächlich überwiegen dieses Mal die Folk- gegenüber den Rockeinflüssen.
28. April 2017
Mark Lanegan , Screaming Trees
„Als ich sein neues Album zum ersten Mal hörte, dachte ich: Irgendetwas stimmt hier nicht!“, lacht Mark Lanegans Busenkumpel Greg Dulli von den Afghan Whigs. „Mark klingt zum ersten Mal fröhlich. Ich meinte zu ihm: ‚Dude, was ist los mit dir?‘ Und er: ‚Ich schätze, ich bin rundum zufrieden mit mir und der Welt‘.“