Nach der Produktion des neuen, mit Spannung erwarteten Longplayers „Red Moon Rising“ stellte sich der gut gelaunte Bandgründer und Frontmann Robert Jon Burrison den Fragen von eclipsed.
eclipsed: Ihr habt diesmal, wie zu hören ist, nur auf einen einzigen Produzenten gesetzt?
Robert Jon: Ja, das stimmt. Wir sind sehr froh, uns in die Hände von Kevin Shirley begeben zu haben. Alle Songs wurden bei ihm in den Village Studios in Los Angeles aufgenommen. Er ist ein wunderbarer Produzent und passt auch menschlich bestens zu uns. Ich denke, jeder, der unser neues Album hört, wird vom Ergebnis dieser Zusammenarbeit erfreut sein.
eclipsed: Und was bedeutet der etwas geheimnisvolle Albumtitel „Red Moon Rising“?
Vor 56 Jahren gründeten Ritchie Blackmore und Jon Lord DEEP PURPLE. Das Rock-Monster, das die beiden kongenialen Musiker damals in London erschufen, ist nach diversen Umbesetzungen immer wieder wie Phönix aus der Asche aufgestiegen. Nachdem der virtuose, aber müde wirkende Steve Morse wegen der Krebserkrankung seiner Frau im Juli 2022 seinen Posten abgab, konnte niemand ahnen, dass die Band mit dem nordirischen Saitenvirtuosen Simon McBride und dem Studiowerk „= 1“ eines der Top-Rockalben des Jahres 2024 produzieren würde. Bevor der neue Gitarrist sich dazu äußert, geht der Blick 50 Jahre zurück ins Jahr 1974: mit Geschichten zum Meisterwerk „Burn“ und seinem Nachfolger „Stormbringer“. Von Ritchie Blackmore, Ian Paice, David Coverdale und Glenn Hughes gibt es hierzu aktuelle Statements und Erinnerungen, die durch ein Interview von 1979 abgerundet werden, in dem sich Jon Lord zu „Burn“ äußerte.
Langlebigkeit war bei den Nebenprojekten von Joe Bonamassa und Glenn Hughes nie mit einkalkuliert. BLACK COUNTRY COMMUNION mit Derek Sherinian und unserem Interview-Partner Jason Bonham stellen jedoch die große Ausnahme dar. Ihr neues Album „V“ setzt jedenfalls ein dickes Ausrufezeichen hinter dieser Bandkonstellation, und das letzte Wort ist sicherlich noch nicht gesprochen – selbst wenn der Sohn des ehemaligen Led-Zeppelin-Schlagzeugers einiges an Interna ausplauderte.
Mit mehr als 150 Millionen verkauften Tonträgern zählt BILLY JOEL zu den erfolgreichsten Vertretern seiner Zunft. Einst als „Amerikas Antwort auf Elton John“ tituliert, belegt er in der Liste der populärsten Rockpianisten seit vielen Jahren Platz 2 hinter seinem deutlich produktiveren britischen Kollegen. Hinzu kommen 33 US-Top-40-Hits, sechs Grammys und sieben Ehrendoktortitel. Allerdings musste Joel auch einige herbe Rückschläge verkraften, u.a. drei Scheidungen und einen Prozess gegen seinen Ex-Manager, der ihn um 30 Millionen Dollar erleichtert hatte. Am 9. Mai feierte Joel seinen 75. Geburtstag.
In den 90er-Jahren wurde Beth Gibbons mit Portishead zu einer der wegweisenden Musikerinnen jener Zeit. Seitdem gab es von der sehr zurückgezogen lebenden Sängerin nur wenige musikalische Lebenszeichen. Nun erschien mit „Lives Outgrown“ ihr erstes reguläres Soloalbum, das beweist, welch außerordentliche Künstlerin die Britin immer noch ist. Es ist nicht leicht, sich dem Mysterium Beth Gibbons zu nähern.
Leslie Mandoki ist Chef der Soulmates, einer erlesenen Schar berühmter Musiker. Ihr neues Album „A Memory Of Our Future“ vereint u. a. Ian Anderson, Al Di Meola, John Helliwell, Tony Carey und Randy Brecker. Der diesjährige Botschafter der Messe HIGH END hat es gänzlich analog aufnehmen lassen. Thematisch packt der Ungar darauf das heiße Eisen der Spaltung unserer Gesellschaft an. Stoff genug, um Mandoki in seinem Red Rock Studio am Starnberger See für ein Gespräch zu besuchen.
Es war kreative Liebe auf den ersten Blick: Als Corey Glover bei einem Konzert Mike Orlando spielen sah, war für den Funk-Metal-Pionier klar: Wir gehören zusammen. So wurde Sonic Universe geboren. Booker King (Bass) und Taykwuan Jackson (Drums) kamen als weitere Mitglieder hinzu. „It Is What It Is“ heißt das Debüt. Im Gespräch machten die beiden Hauptprotagonisten immer wieder deutlich, welche Freude sie an dieser außergewöhnlichen Kooperation haben.
Corey Glover (Living Colour) und Mike Orlando (Adrenaline Mob) melden sich aus dem Staate New York. Sie sind guter Laune, wozu sie auch allen Grund haben: Die Reviews des Debüts sind bislang ausgezeichnet, das Album werde „fantastisch aufgenommen“, erzählen sie zu Beginn. Zudem hat die Band gerade ihre Live-Feuertaufe in Form eines akustischen Gigs für einen Radiosender absolviert.