Aktuelles Heft

03. März 2021

Richard Barbieri , Japan , Porcupine Tree

RICHARD BARBIERI - Merkwürdige Dinge unter der Bettdecke

Ex-Japan und Ex-Porcupine Tree-Keyboarder Richard Barbieri legt mit „Under A Spell“ sein viertes Soloalbum vor. Wieder einmal ist dem stillen Briten ein Album voller ungewöhnlicher Klänge, hypnotischer Grooves und einer außerweltlichen Atmosphäre gelungen. Im eclipsed-Interview lüftet er das Geheimnis seines größten Einflusses.

25. Februar 2021

Tausend Augen

Die TAUSEND AUGEN haben Vergangenheit und Gegenwart im Blick

„Westend“, so nennt sich das vielversprechende Debüt der Tausend Augen. Mit ihrem Mix aus Postpunk und Krautrock zieht das Trio aus dem Saarland momentan die Aufmerksamkeit auf sich. Auch bei uns: Ihr Titel „Mana Mana“ feierte Mitte Januar seine Exklusivpremiere auf der eclipsed-Website. Zeit, etwas mehr über die Band herauszufinden.

eclipsed: Zunächst einmal: Wer steckt hinter den Tausend Augen?

Max Ludwig: Wir sind Alexander Schimetzky (Drums), Oliver Becker (Vocals, Gitarre, Synth) und Max Ludwig (Bass). Wir kennen uns seit unserer Schulzeit und haben schon in den verschiedensten Konstellationen zusammen auf der Bühne gestanden. Daher fühlt sich das Bandgefüge auch ziemlich natürlich und vertraut an. 

eclipsed: Die Frage ist wohl obligatorisch: Wie seid ihr auf den Bandnamen gekommen?

22. Februar 2021

Reinhard Lakomy , Tangerine Dream , Krautrock

REINHARD LAKOMY & TANGERINE DREAM - Elektronische Ost-West-Connection

1980 trat Tangerine Dream als erste westdeutsche Rockband in der DDR auf. Dass es dazu kam, verdankte sie auch dem ostdeutschen Komponisten, Pianisten und Sänger Reinhard Lakomy. In der Folge wurde ihm sogar der Einstieg in die Gruppe angeboten. Dazu kam es zwar nicht, dafür aber zum West-Ost-Transfer eines Moog-Synthesizers, der einst Mick Jagger gehört hatte. Für die ostdeutschen Rockmusikfans war es 1980 die Sensation,  für die westdeutschen „Spiegel“-Redakteure eine Randnotiz: „Tangerine Dream auf DDR-Trip“. Die West-Berliner Elektronikband, die so oft „über schlechte Auftrittsmöglichkeiten an ihrem Wohnsitz gemault“ habe, dürfe ihre Synthesizerklänge nun erstmals „optimal“ in Berlin präsentieren – allerdings in Ost-Berlin: Für den 31. Januar 1980 seien im Palast der Republik gleich zwei Konzerte inklusive Lasershow vor insgesamt 5800 Zuschauern geplant, vermeldete das Hamburger Nachrichtenmagazin knapp das historische Ereignis. 

22. Februar 2021

Fraternity , Bon Scott , AC/DC

FRATERNITY - Eine fast vergessene Band mit zwei weltberühmten Sängern

Bon Scott zählt sicher zu den individuellsten und stilprägendsten Rocksängern des 20. Jahrhunderts – und das, obwohl seine Zeit bei AC/DC nur wenig mehr als ein halbes Jahrzehnt währte. Allerdings hatte der Hardrockshouter schon vor seinem Einstieg bei der heute legendären australischen Truppe musikalische Spuren hinterlassen: Nach der Auflösung von The Valentines wurde er 1971 Leadsänger der Band Fraternity. Das Boxset „Seasons Of Change – The Complete Recordings 1970-1974“ macht nun erstmals ihr gesamtes Material auf drei CDs zugänglich.

22. Februar 2021

Steve Hackett

STEVE HACKETT unternimmt auf seinem neuen Akustikalbum eine kulturelle Reise durch den Mittelmeerraum

„Under A Mediterranean Sky“ ist das mittlerweile siebte akustische Werk des Ex-Genesis-Gitarristen. Diesmal gießt er die Erlebnisse, die er und seine Frau Jo Lehmann-Hackett auf ausgedehnten Reisen durch den von unterschiedlichen Kulturen geprägten Mittelmeerraum machten, in farbenfrohe musikalische Bilder. In Corona-Lockdown-Zeiten weckt der Albumtitel auch die Sehnsucht nach vorerst unerreichbaren Reisezielen. 

Steve Hackett hat immer wieder akustische Alben aufgenommen, in deren Zentrum das filigrane, klassische und folkloristische Spiel auf der Nylongitarre steht. Mit „Under A Mediterranean Sky“ ist ihm auf diesem Terrain sein bisher schönstes Werk gelungen, das vor Lebenslust vibrierende musikalische Landschafts- und Kulturbeschreibungen bietet und in reichhaltigen Orchestrierungen auch verschiedene ethnische Instrumente in den Klangkosmos einbringt.

22. Februar 2021

Dewolff

DeWOLFF setzen mit dem neuen Album „Wolffpack“ wieder auf das große Drama

Zoom Calls sind angesagt und in Corona-Zeiten eine der technischen Möglichkeiten, damit man immerhin weiß, wie das Gegenüber aussieht: Pablo van de Poel und sein Bruder Luka sowie Mitstreiter Robin Piso lümmeln sich auf einem Sofa in ihrem Studio im holländischen Utrecht, sehen ein wenig bleich aus, doch die drei zwischen Mitte 20 und Anfang 30 geben ihre Antworten selten, ohne dass ihnen dabei ein süffisantes Grinsen über das Gesicht huscht. „Wir nehmen die bizarren Corona-Umstände, wie sie sind“, meinen sie unisono. „Solange wir uns haben und Tag für Tag Musik machen, kann uns das Virus sonst wo lecken ...“

22. Februar 2021

Tindersticks

Die TINDERSTICKS nutzen die Corona-Zwangspause für einen Krautrock-Ausflug

Das Kollektiv um Stuart A. Staples ist immer gut für Überraschungen – sei es mit Coverversionen, Soundtracks, Solo- und Nebenprojekten oder mutigen stilistischen Ausfallschritten. So auch auf ihrem 13. Album „Distractions“, auf dem sich die Briten an Stücken von Neil Young, den Television Personalities und Dory Previn versuchen, aber auch an französischen Chansons und einer geballten Ladung Krautrock. Wieso, weshalb, warum – eclipsed hat nachgefragt.

eclipsed: Ist „Distractions“ das, was der Titel andeutet: ein kleiner Zeitvertreib während des Lockdowns? 

22. Februar 2021

Syrinx Call , Eloy

SYRINX CALL überraschen mit progressiven Sounds, Eloy-Musikern und anspruchsvoller Sci-Fi-Story

Wenn Ian Anderson die Querflöte im Rock etabliert hat, könnte Ähnliches für Volker Kuinkes Blockflöte bei den Alben von Syrinx Call gelten. Deren neues, nunmehr drittes Werk geht noch einen Schritt weiter. Mehr Prog als davor, weniger World-Music und New Age. Mit gleich drei Musikern aus dem Eloy-Camp, darunter Mastermind Frank Bornemann selbst, ist man auch musikalisch für ein höchst anspruchsvolles Werk über den Evolutionsschritt einer künstlichen Intelligenz hin zu menschlicher Empathie gewappnet. Volker Kuinke (Flöten, Blasinstrumente), Jens Lueck (Produktion, Keyboards, Drums, Gesang) und Doris Packbiers (Gesang, Konzept) geben Auskunft. Zudem liefern die beteiligten drei Eloy-Musiker Frank Bornemann, Hannes Arkona und Klaus-Peter Matziol abschließend begeisterte Statements ab.