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SÓLSTAFIR tauchen ab in menschliche Abgründe und fördern Gutes zutage

Die Musik klingt düster, der Gesang wie ein Hilfeschrei. Im Grunde sind die Songs der Isländer aber sehr positiv, handeln davon, wie Krisen überwunden werden können. Ein Gespräch mit Frontmann Aðalbjörn „Addi“ Tryggvason jedenfalls ist eine erfreuliche Begegnung mit einem optimistischen Menschen. Und das, obwohl Covid-19 den kreativen Fahrplan seiner Band komplett über den Haufen warf. „Normalerweise folgen wir dem Rhythmus ‚Songs schreiben, aufnehmen, veröffentlichen, touren und Album promoten‘. Diesmal lief alles anders. Zunächst brauchten wir länger als sonst. Im Dezember 2018 begannen wir mit dem neuen Album, gaben uns ein Jahr bis zum Aufnehmen. Ende 2019 waren wir immer noch nicht fertig. Man hörte aus dem fernen China, dass dort ein Virus sein Unwesen treibe. Wir saßen beisammen und komponierten, gingen im Februar und März ins Studio. Mittlerweile war das Virus in Europa angekommen, und alles wurde heruntergefahren.

THE STRUTS wollen in düsteren Corona-Zeiten mit ihrer Musik Mut machen

Im April quartierten sich die vier englischen Struts, die mittlerweile allesamt in Los Angeles leben, weil die nicht unironischen Glamrocker in den USA besser ankommen als zu Hause, im Heimstudio des Produzenten Jon Levine ein, um dort in zehn Tagen und unter strikter Einhaltung regelmäßiger Pool- und Bierpausen das dritte Album „Strange Days“ aufzunehmen. Wir unterhielten uns mit dem Bassisten Jed Elliott.

eclipsed: Jed, dafür, dass euer neues Album „Strange Days“ heißt und in den ersten Wochen der Corona-Pandemie eingespielt wurde, macht es echt gute Laune.

ANDREAS VOLLENWEIDER hat zu seinem ersten Roman in sich ruhende Tracks eingespielt

„Air“ aus dem Jahr 2009 war bis dato seine letzte Albumveröffentlichung. Danach ist es still um den Harfenisten geworden, der in den Achtzigern – reichlich ungewöhnlich für dieses Instrument – sogar in die US-Charts vordrang. Einzuordnen war der Schweizer Naturliebhaber mit den Engelshaaren nie so wirklich. Packte man ihn in den Staaten in das New-Age-Sortiment, so mutete seine ungemein positive, fast ausschließlich instrumentale Musik doch immer zu vielseitig und anspruchsvoll für eine solche Kategorisierung an und deckt eher einen Bereich zwischen World Music, Pop, Jazz und Neo-Klassik ab. Nun ist er mit der kontemplativen Scheibe „Quiet Places“ zurück, die von seinem Roman „Im Spiegel der Venus“ beeinflusst ist.

eclipsed: Warum hat es mit einem neuen Album so lange gedauert?

Andreas Vollenweider: Einer der wichtigsten Gründe war, dass ich mich an das Schreiben herangewagt habe. 

Die Band-Kommune HELLO FOREVER beschwört den Spirit der Flower-Power-Ära

In den späten 60ern zählte das Sandstorm Retreat zu den bestgehüteten Geheimnissen von Los Angeles: Ein Swinger-Club für die Reichen und Berühmten – gut versteckt im bergigen Hinterland von Santa Monica, dem sogenannten Topanga Canyon. Heute ist das Anwesen, auf dem einst „Partnertausch zur Befreiung der Gesellschaft“ praktiziert wurde, die Heimat von Hello Forever, einem Künstlerkollektiv, das die späten Sixties weniger mit freier Liebe als mit einem authentischen Psychedelic-Sound zelebriert. „Natürlich sind wir eine Band, aber in erster Linie ein Kollektiv“, so Kommunen-Sprecher Samuel Joseph. „Wir sind durchschnittlich zu siebt und verwenden den Begriff, um den Beitrag jedes Einzelnen zu würdigen. Also auch derjenigen, die kein Instrument spielen, sondern die Songs mit uns produzieren, die Videos drehen oder die Fotografien und das Design übernehmen. Den Kram hinter den Kulissen. Um Kunst zu erschaffen, bedarf es der Zusammenarbeit vieler.“ 

BLACK SABBATH - Paranoia, Himmel und Hölle

Vor fast genau 50 Jahren, am 18.September 1970 – dem Todestag von Jimi Hendrix – veröffentlichten Black Sabbath ihr zweites Album „Paranoid“. Nachdem sie mit ihrem Anfang 1970 herausgebrachten Debüt gewissermaßen den Heavy Metal aus der Taufe gehoben hatten, zementierten sie mit dem Nachfolger ihren dadurch gewonnenen Ruf und schufen Songs für die Ewigkeit. Ein knappes Jahrzehnt später erfand sich die Band nach dem einstweiligen Ausstieg Ozzy Osbournes mit dem neuen Sänger Ronnie James Dio und Produzent Martin Birch neu: Das 1980 erschienene Album „Heaven And Hell“ steht bis heute für hochklassigen Heavy Rock und sorgt noch immer für Glaubenskriege unter den Fans um die Frage, zu welchem Zeitpunkt der Sabbath-Stern am hellsten erstrahlte.

BLUE ÖYSTER CULT - Die Reise geht weiter

Seit 53 Jahren im Rock-Orbit, seit 49 Jahren unter dem Namen Blue Öyster Cult – da kann man schon mal eine 19-jährige Studioalbum-Pause einlegen. Als „Tour-Band“ allerdings waren die Hard- und Classic-Rocker aus Long Island, New York, stets aktiv. Leadgitarrist und Sänger Donald „Buck Dharma“ Roeser, der seit 1967 die BÖC-Geschicke lenkt, gibt Auskunft über das neue Album. 

FISH - Der Kreis schließt sich

Bereits 2015 hatte Fish angekündigt, dass er noch ein letztes Album aufnehmen wolle, dieses den Namen „Weltschmerz“ trage und er nach einer abschließenden Tour in den wohlverdienten Ruhestand gehe. Aufgrund zahlreicher Rückschläge gesundheitlicher wie familiärer Art hat es nun doch fünf Jahre gedauert, bis die Platte erscheinen konnte. Doch nun ist das Doppelalbum „Weltschmerz“ da und provoziert sogar Vergleiche zu Fishs meisterhaftem Debütalbum „Vigil In A Wilderness Of Mirrors“, das dieses Jahr seinen 30. Geburtstag feiert. Über beide Alben sprachen wir mit dem redseligen Schotten und runden unser Fish-Special mit einem ausführlichen und vom Meister selbst kommentierten Einkaufszettel ab.