Aktuelle News

MOGWAI - „Die Zeiten sind so beschissen, dass wir einfach ein positives Zeichen setzen wollten“

Als der Schotte Stuart Braithwaite seine Band Mogwai gründete, war er noch ein Teenager. Vor genau 25 Jahren nahm die Gruppe ihre erste Single auf. Seitdem ist viel Wasser den Clyde runtergeflossen. Ihr zehntes Studioalbum „As The Love Continues“ ist weit mehr als ein Jubiläumswerk.

Eine große Besonderheit der Glasgower Band Mogwai besteht darin, dass sie zu den wenigen Institutionen der Rockmusik gehört, von denen kein Album, egal aus welcher Periode, abgestanden oder veraltet klingt. Für „As The Love Continues“, das jüngste Werk der vier Schotten, gilt daher wiederum die Formel „Alles beim Alten und doch alles neu“. Im Interview spricht Gitarrist und Sänger Stuart Braithwaite über die besonderen Produktionsbedingungen in Corona-Zeiten und mögliche künftige Kooperationen. 

eclipsed: Du bist als Schotte vom Brexit betroffen, und das auch noch im Lockdown. Was bedeutet das für dich als reisender Musiker?

ALICE COOPER - Rückkehr nach Detroit

Vincent Damon Furnier stand stets stolz zu seiner Geburtsstadt: Schon als seine musikalischen Projekte noch nicht unter dem Namen Alice Cooper firmierten, sah er sie in der Tradition von Mitch Ryder & The Detroit Wheels oder MC5. Sein neues Album „Detroit Stories“, eingespielt mit so illustren Musikern wie Joe Bonamassa und MC5-Mitgründer Wayne Kramer, ist eine Hommage an den Sound der einstigen Motor City in den späten 1960er-Jahren: Es zelebriert den frühen amerikanischen Hardrock, vergisst aber auch nicht den Motown-Pop und -Soul.

SOEN - „Wir lieben es, Stile zu vermischen“

Die Kritiken überschlagen sich. Mit ihrem fünften Studioalbum „Imperial“ stehen die schwedischen Progmetaller Soen definitiv in einer Reihe mit Bands wir Opeth oder Katatonia. Längst ist von einem Referenzwerk die Rede. Im Interview erklärt Bandchef Martín López, wie akribisch er und Sänger Joel Ekelöf an den Songs arbeiten und wie sie versuchen, die Hörer immer wieder emotional zu berühren.

Martín López wirkt genervt. Auch 2021 sorgt Corona dafür, dass Bands nicht proben können und Tourneen abgesagt werden müssen. Betroffen sind auch Soen, die eigentlich ab April auf Tour gehen wollten. Immerhin können wir den Schlagzeuger und Bandleader im Skype-Interview aber mit einer Nachricht aufmuntern.

eclipsed: Zunächst darf ich dir mitteilen, dass „Imperial“ unser Album des Monats Februar ist!

Martín López: Toll zu hören! In diesen Tagen können wir solche Nachrichten wirklich gut gebrauchen.

STEVE LUKATHER & JOSEPH WILLIAMS - 1+1=3

Auch wenn die kürzlich neu formierten Toto wohl zumindest in absehbarer Zeit kein weiteres Studiowerk herausbringen werden, haben Fans der amerikanischen AOR-Band derzeit Grund zur Freude: Am 26. Februar veröffentlichen sowohl Gitarrist STEVE LUKATHER als auch Sänger JOSEPH WILLIAMS ihre neuen Soloalben. Der Clou daran: Bei den Produktionen unterstützten die Jugendfreunde sich gegenseitig, und auch Keyboarder David Paich war jeweils mit von der Partie, sodass beide Platten zusammen laut Lukather fast ein Toto-Album ergeben. 

Die TAUSEND AUGEN haben Vergangenheit und Gegenwart im Blick

„Westend“, so nennt sich das vielversprechende Debüt der Tausend Augen. Mit ihrem Mix aus Postpunk und Krautrock zieht das Trio aus dem Saarland momentan die Aufmerksamkeit auf sich. Auch bei uns: Ihr Titel „Mana Mana“ feierte Mitte Januar seine Exklusivpremiere auf der eclipsed-Website. Zeit, etwas mehr über die Band herauszufinden.

eclipsed: Zunächst einmal: Wer steckt hinter den Tausend Augen?

Max Ludwig: Wir sind Alexander Schimetzky (Drums), Oliver Becker (Vocals, Gitarre, Synth) und Max Ludwig (Bass). Wir kennen uns seit unserer Schulzeit und haben schon in den verschiedensten Konstellationen zusammen auf der Bühne gestanden. Daher fühlt sich das Bandgefüge auch ziemlich natürlich und vertraut an. 

eclipsed: Die Frage ist wohl obligatorisch: Wie seid ihr auf den Bandnamen gekommen?

REINHARD LAKOMY & TANGERINE DREAM - Elektronische Ost-West-Connection

1980 trat Tangerine Dream als erste westdeutsche Rockband in der DDR auf. Dass es dazu kam, verdankte sie auch dem ostdeutschen Komponisten, Pianisten und Sänger Reinhard Lakomy. In der Folge wurde ihm sogar der Einstieg in die Gruppe angeboten. Dazu kam es zwar nicht, dafür aber zum West-Ost-Transfer eines Moog-Synthesizers, der einst Mick Jagger gehört hatte. Für die ostdeutschen Rockmusikfans war es 1980 die Sensation,  für die westdeutschen „Spiegel“-Redakteure eine Randnotiz: „Tangerine Dream auf DDR-Trip“. Die West-Berliner Elektronikband, die so oft „über schlechte Auftrittsmöglichkeiten an ihrem Wohnsitz gemault“ habe, dürfe ihre Synthesizerklänge nun erstmals „optimal“ in Berlin präsentieren – allerdings in Ost-Berlin: Für den 31. Januar 1980 seien im Palast der Republik gleich zwei Konzerte inklusive Lasershow vor insgesamt 5800 Zuschauern geplant, vermeldete das Hamburger Nachrichtenmagazin knapp das historische Ereignis. 

FRATERNITY - Eine fast vergessene Band mit zwei weltberühmten Sängern

Bon Scott zählt sicher zu den individuellsten und stilprägendsten Rocksängern des 20. Jahrhunderts – und das, obwohl seine Zeit bei AC/DC nur wenig mehr als ein halbes Jahrzehnt währte. Allerdings hatte der Hardrockshouter schon vor seinem Einstieg bei der heute legendären australischen Truppe musikalische Spuren hinterlassen: Nach der Auflösung von The Valentines wurde er 1971 Leadsänger der Band Fraternity. Das Boxset „Seasons Of Change – The Complete Recordings 1970-1974“ macht nun erstmals ihr gesamtes Material auf drei CDs zugänglich.