Das Ohr am Kommenden, steuern die FLEET FOXES dem großen Stillstand entgegen
Seattle ist für raue und aggressive Sounds bekannt. Mehr als mit jedem anderen Genre ist die Nordwest-Metropole mit dem Grunge verbunden. Und doch hat auch der Folk einen festen Platz in Seattle. Bereits Ende der 1980er Jahre etablierten die Walkabouts ihre ersten psychedelischen Folk-Versuche auf Sub Pop, dem Label von Mudhoney, Nirvana und Soundgarden. Daher war es gar nicht so abwegig, dass auch die Fleet Foxes genau drei Jahrzehnte später zumindest in den USA via Sub Pop in die staunende Welt aufbrachen. Denn anders als die Walkabouts, die bei aller Folk-Besinnung fest im Geiste des College Rock verwurzelt waren, schlossen Robin Pecknold und seine Fleet Foxes an Sixties-Bands wie The Byrds, Simon & Garfunkel oder Crosby, Stills, Nash & Young an. Ihr Debütalbum „Fleet Foxes“ begeisterte 2008 mit so kompakten Vokalharmonien, wie man sie seit fast 50 Jahren nicht mehr gehört hatte. Und auch die Melodien ihres zweiten Albums „Helplessness Blues“ (2011) umgarnten das Ohr.