The Art Of Sysyphus Vol. 112
Er wird es wieder tun: Steven Wilson wird sich wieder neu erfinden und seine Hörerschaft vor neue Aufgaben stellen. „The Future Bites“, so der Titel des kommenden Albums, klingt zunächst deutlich elektronischer als all seine Arbeiten zuvor. Doch so einfach ist die Sache nicht. Es ist keine elektronische Musik. Die Frage, was denn seine Hörerschaft erwarten darf, beantwortet der Engländer denn auch umfassend so: „Es ist gewiss eine Herausforderung. Es ist ein konzeptionelles und experimentelles Werk. Wenn man sich meine letzten Alben anschaut, dann sind diese eine Hommage an die Vergangenheit. ‚Raven‘ war ein Tribut an die progressive Ära der 70er Jahre. ‚Hand. Cannot. Erase.‘ bediente das Fach der großen klassischen Konzeptalben. ‚To The Bone‘ ging zurück zur intelligenten Popmusik der 80er Jahre. Das neue Album soll aber nur im Hier und Jetzt existieren. Ich wollte mich lösen vom klassischen Rock.
Sie stehen wieder richtig unter Strom: „Ich fühle mich super mit dem neuen Album“, sagt AC/DC-Gitarrist und Bandchef Angus Young über „Power Up“, ein in dieser Brillanz von den meisten kaum noch für möglich gehaltenes Spätwerk der australischen Rocklegende. „Wir alle haben die Aufnahmen wirklich unheimlich genossen. Von Anfang an war es unser Ziel, mit dieser Band Musik zu machen, die eine Menge Energie und Leidenschaft versprüht. Wie immer haben wir uns auch dieses Mal bemüht, das ganz besondere AC/DC-Feeling einzufangen.“ Man muss nur die erste Single „Shot In The Dark“, einen knusprig-eingängigen Rocker, hören, um zu wissen, was Angus meint: „Die Nummer sprüht so richtig Funken, auf klassische AC/DC-Art.“
Welch eine Überraschung für Marillion-Fans: Auf der „Couch Convention“ der Band im Oktober stellte Keyboarder Mark Kelly sein neues Nebenprojekt Marathon vor – mit dem Video zur Single „Amelia“, die in Peter Gabriels Real World Studios aufgenommen wurde. Tatsächlich weckt die Stimme des Sängers Oliver M. Smith wohlige Erinnerungen an den einstigen Genesis-Frontmann. Was steckt hinter MARK KELLY’S MARATHON und dem mysteriösen abgestürzten Flugzeug auf dem Cover des gleichnamigen Debütalbums?
Declan Patrick MacManus alias Elvis Costello hat seinem legendären Namensvetter nicht nur mittlerweile 24 Lebensjahre voraus – mit seinem neuen Album „Hey Clockface“ beweist er zudem aufs Neue, dass er, wenn schon nicht der „King of Rock ’n’ Roll“, so doch der Elvis ist, der Anspruch auf den Titel „König der musikalischen Vielfalt“ erheben kann. Letztlich hat er aber ohnehin viel mehr mit dem smarten Buddy Holly gemein als mit dem Mann aus Memphis.