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Die TINDERSTICKS nutzen die Corona-Zwangspause für einen Krautrock-Ausflug

Das Kollektiv um Stuart A. Staples ist immer gut für Überraschungen – sei es mit Coverversionen, Soundtracks, Solo- und Nebenprojekten oder mutigen stilistischen Ausfallschritten. So auch auf ihrem 13. Album „Distractions“, auf dem sich die Briten an Stücken von Neil Young, den Television Personalities und Dory Previn versuchen, aber auch an französischen Chansons und einer geballten Ladung Krautrock. Wieso, weshalb, warum – eclipsed hat nachgefragt.

eclipsed: Ist „Distractions“ das, was der Titel andeutet: ein kleiner Zeitvertreib während des Lockdowns? 

SYRINX CALL überraschen mit progressiven Sounds, Eloy-Musikern und anspruchsvoller Sci-Fi-Story

Wenn Ian Anderson die Querflöte im Rock etabliert hat, könnte Ähnliches für Volker Kuinkes Blockflöte bei den Alben von Syrinx Call gelten. Deren neues, nunmehr drittes Werk geht noch einen Schritt weiter. Mehr Prog als davor, weniger World-Music und New Age. Mit gleich drei Musikern aus dem Eloy-Camp, darunter Mastermind Frank Bornemann selbst, ist man auch musikalisch für ein höchst anspruchsvolles Werk über den Evolutionsschritt einer künstlichen Intelligenz hin zu menschlicher Empathie gewappnet. Volker Kuinke (Flöten, Blasinstrumente), Jens Lueck (Produktion, Keyboards, Drums, Gesang) und Doris Packbiers (Gesang, Konzept) geben Auskunft. Zudem liefern die beteiligten drei Eloy-Musiker Frank Bornemann, Hannes Arkona und Klaus-Peter Matziol abschließend begeisterte Statements ab.

OUT OF FOCUS - Fünf intensive Krautrockjahre

Das Münchener Quintett Out Of Focus gehört nicht zu den bekanntesten Vertretern des Krautrock und bleibt häufig zu Unrecht unerwähnt, denn ihre drei zwischen 1970 und 1972 veröffentlichten Alben sind durchaus zu den Highlights des Genres zu zählen. eclipsed konnte Keyboarder Hennes Hering für einen kurzen Rückblick gewinnen.

TRANSATLANTIC - „Die Band ist das Konzept!“

Wann immer sich Neal Morse, Mike Portnoy, Roine Stolt und Pete Trewavas für Transatlantic zusammenfinden, ist man mit Superlativen schnell bei der Hand. Diesmal hat es die Prog-Supergroup jedoch noch einmal deutlich auf die Spitze getrieben. Denn „The Absolute Universe“ ist nicht weniger als der feuchte Traum eines jeden Prog-Fans: ein Konzeptalbum in drei verschiedenen Versionen. 

STEVEN WILSON - „Es gibt keinen Grund zu wiederholen, was ich schon einmal getan habe“

Im Laufe seiner über 30-jährigen musikalischen Karriere hat sich der britische Songschreiber, Sänger und Multiinstrumentalist Steven Wilson stetig weiterentwickelt und immer neue Dinge ausprobiert. Sein Problem dabei: Ein Teil seines Publikums begegnet ihm mit wachsendem Unverständnis. Dabei ist der vielseitige Musiker stets er selbst geblieben, wenn sich auch Instrumente und Sounds immer wieder änderten. Im eclipsed-Gespräch erläutert er, warum er keine Lust hat, Erwartungen zu entsprechen. 

MICHAEL SCHENKER GROUP - Zwischen Seelenfrieden und Unsterblichkeit

Zu seinem 50-jährigen Jubiläum als professioneller Musiker macht sich der deutsche Ausnahmegitarrist MICHAEL SCHENKER selbst ein Geschenk: Das am 29. Januar erscheinende neue Album „Immortal“, das erste seit 2011, das unter dem Bandnamen Michael Schenker Group (MSG) erscheint, setzt bei seinen guten Alben der letzten Jahre an und packt noch ein paar Qualitätshappen oben drauf. Während er wie schon zuvor bei seinem Projekt Michael Schenker Fest für das neue Werk wieder verschiedene Sänger ins Studio geholt hat, will er bei der Livepräsentation ganz auf den gegenwärtigen Hardrocksänger schlechthin, Rainbow-Frontmann Ronnie Romero, setzen.

Das Ohr am Kommenden, steuern die FLEET FOXES dem großen Stillstand entgegen

Seattle ist für raue und aggressive Sounds bekannt. Mehr als mit jedem anderen Genre ist die Nordwest-Metropole mit dem Grunge verbunden. Und doch hat auch der Folk einen festen Platz in Seattle. Bereits Ende der 1980er Jahre etablierten die Walkabouts ihre ersten psychedelischen Folk-Versuche auf Sub Pop, dem Label von Mudhoney, Nirvana und Soundgarden. Daher war es gar nicht so abwegig, dass auch die Fleet Foxes genau drei Jahrzehnte später zumindest in den USA via Sub Pop in die staunende Welt aufbrachen. Denn anders als die Walkabouts, die bei aller Folk-Besinnung fest im Geiste des College Rock verwurzelt waren, schlossen Robin Pecknold und seine Fleet Foxes an Sixties-Bands wie The Byrds, Simon & Garfunkel oder Crosby, Stills, Nash & Young an. Ihr Debütalbum „Fleet Foxes“ begeisterte 2008 mit so kompakten Vokalharmonien, wie man sie seit fast 50 Jahren nicht mehr gehört hatte. Und auch die Melodien ihres zweiten Albums „Helplessness Blues“ (2011) umgarnten das Ohr.