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AIRBAG beschreiben auf ihrem neuen Album einen nur vermeintlich entspannten Badeausflug

Pink Floyd waren einst ihre Initialzündung. Mit eigenen Songs wurde aus der Tribute-Band The Pink Floyd Experience ab 2004 Airbag. Seither kamen aus Oslo wunderbar schwebende Töne in der Spannbreite zwischen Floyd, Porcupine Tree und Talk Talk. Nun halten die Fans mit „A Day At The Beach“ das erste neue Lebenszeichen der Formation seit „Disconnected“ (2016) in Händen, aufgenommen als Trio mit Sänger/Keyboarder Asle Tostrup, Gitarrist/Keyboarder Bjørn Riis und Drummer Henrik Fossum. Noch vor der Corona-Krise stellten die Norweger ihre düstere Strandvision fertig. Wie hat sich ihre Musik verändert und was steckt hinter dem harmlos klingenden Albumtitel?

SHAMAN ELEPHANT finden mit dem zweiten Album zu ihrem eigenen musikalischen Stil

Gleich zu Beginn der sieben Tracks umfassenden zweiten Platte von Shaman Elephant wird der Hörer in eine Zeitmaschine gesteckt: „Wide Awake But Still Asleep“, so der Titel des Albums, rumpelt gehörig los in Richtung späte 60er, frühe 70er Jahre. Haltgemacht wird bei frühem Prog und wildem Psychedelic, bei skandinavischem Rock und skurril-verträumtem Canterbury-Sound. „Wir spielen einen ziemlich kruden Stilmix“, gibt Keyboarder Jonas Særsten bereitwillig zu.

Den britischen Prog-Pionieren CRESSIDA war kein Erfolg gegönnt

Sie lächeln freudestrahlend in die Kamera: Mikael Åkerfeldt von Opeth und neben ihm Kevin McCarthy und Iain Clark, Bassist bzw. Drummer von Cressida. Die Freude ist berechtigt, denn für alle drei war Cressidas Auftritt beim Melloboat-Festival im September 2013 etwas ganz Besonderes, gehört die Gruppe doch zu Åkerfeldts absoluten Lieblingsbands – und lag 2013 Cressidas aktive musikalische Zeit schon mehr als 40 Jahre zurück. Doch wer ist die Band überhaupt, die Mikael Åkerfeldt 2004 mit den Worten beschrieb: „Cressida sind absolut faszinierend, aber total unbekannt. Niemand hat von ihnen gehört. Das ist eine Schande, weil es eine großartige Band war.“

RUBBER TEA bereiten aus bewährten Prog-Zutaten einen feinen Musik-Mix 

Die aktuelle Prog-Szene ist quicklebendig, wie die Bremer Formation Rubber Tea mit ihrem Debüt „Infusion“ zeigt: Canterbury-Reminiszenzen, düstere crimsoneske Klangwolken und an Renaissance erinnernder weiblicher Gesang. Bereits das Albumcover mit fantasievollen Farben, psychedelischem Sonnenaufgang sowie Tier- und Fabelgestalten lädt zu einer spannenden Reise ein. Was uns erwartet, erläutern Keyboarder Lennart Hinz, Gitarrist Jonas Roustai, Bassist David Erzmann, Drummer Henri Pink und Sängerin Vanessa Gross.

eclipsed: Wie kommt man auf einen Bandnamen wie Rubber Tea?

Jonas Roustai: Unseren ersten Proberaum teilten wir mit einem etwas urigen Pflanzenliebhaber, der den Raum seinerseits als Abstellfläche für seine Gummibaumsammlung verwendete. Eines Tages erzählte er uns, dass man sich aus den saftigen Blättern Tee zubereiten könne ...

KANSAS - Kommunikation in Zeiten der Ablenkung

Von den großen Prog-Acts der 1970er Jahre ist KANSAS mittlerweile der einzige, der noch Studioalben mit neuem Material veröffentlicht. „The Absence Of Presence“, der aktuelle Longplayer des amerikanischen Septetts, zeigt dabei, dass die Band immer noch äußerst vital ist und ihre progressive Seite nicht unter den Tisch gekehrt hat. Maßgeblichen Anteil an den neuen Songs hatte Gitarrist Zak Rizvi, der seit fünf Jahren als Haupt-Songwriter und Co-Produzent den Kurs der Band prägt. Wir erreichten den Mann aus dem US-Bundesstaat New Jersey mitten in einer Corona-bedingten Tourneepause. 

RINGO STARR - Mr. Love & Peace

Ex-Beatle RINGO STARR wird am 7. Juli 80 – und erfährt endlich die Anerkennung, die er sich immer gewünscht hat

An Richard Starkey alias Ringo Starr scheiden sich die Geister – und das seit Jahrzehnten. Für seine Fans zählt er zu den wichtigsten Schlagzeugern der Rockgeschichte, der zwischen 1962 und 1970 zwölf Alben mit den Fab Four aufgenommen und davon 600 Millionen Exemplare verkauft hat. „John, Paul, George und Ringo haben die Welt auf den Kopf gestellt“, sinnierte einst Lemmy von Motörhead. „Eben die Art, wie Leute Musik gehört und über Rockbands gedacht haben.“

LONG DISTANCE CALLING - Viel mehr als nur Musik

Long Distance Calling bleiben neugierig. Auf dem neuen Album „How Do We Want To Live?“ erobert das deutsche Quartett neue Klangterritorien und behandelt daneben fast ganz ohne Worte eine Reihe komplexer gesellschaftspolitischer Themen.

Nach zwei Alben mit unterschiedlichen Gesangsstücken sind die Münsteraner Postrocker seit dem recht harten „Boundless“ (2018) wieder hauptsächlich instrumental unterwegs. Ihr neuestes Werk ist eine enorm dichte Soundreise mit einem hohen Anteil an elektronischen Elementen. Darüber hinaus möchte die Gruppe damit, obwohl es bis auf einen Song und diverse Sprachsamples keine Texte enthält, die Aufmerksamkeit der Hörer auch auf gesellschaftlich hochaktuelle Fragen wie das Verhältnis zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz, globale Vernetzung, soziale Medien, Überwachung, Ethik, Humanismus und kulturelle Standards lenken. Wir sprachen mit Bassist Jan Hoffmann über ein Album, das vor allem auch zum Nachdenken anregen soll.