DER AUSSENSEITER - Zum Tod von Scott Walker

Scott Walker ist tot. Geht das überhaupt? Ist er nicht eine jener legendären Figuren, wie man sie nur aus der Bibel oder mittelalterlichen Versepen kennt, die nach jedem Tod immer wieder aufstehen? Ein musikalischer Phönix der Neuzeit? Der österreichisch-israelische Schriftsteller Max Brod schrieb, der Tod sei ein vorübergehender Schwächezustand. Auf Scott Walker scheint das in mehr als nur einer Hinsicht zuzutreffen.

OKTA LOGUE - Über den Klangwolken

Die erstmals vor neun Jahren mit einer Albumveröffentlichung in Erscheinung getretenen Okta Logue sind mittlerweile eine Institution in der deutschen Rockszene. Ihre eingängigen, wunderbar arrangierten Songs schlagen eine Brücke zwischen Folk, Indie und progressivem Psychedelic Pop. Auf ihrem vierten Album „Runway Markings“ hat das Quartett mit Hilfe von Produzent Johann Scheerer noch weiter an seinem Sound geschliffen.

Philip Meloi hält sich gerade in Italien auf, als wir ihn ans Telefon kriegen, um mit ihm über die neue Platte seiner Gruppe zu sprechen. Wohl auch deswegen, aber vor allem, weil er weiß, dass Okta Logue mit „Runway Markings“ ein wunderbares Album – dem ersten beim Indielabel Clouds Hill – aufgenommen haben, wirkt der Gitarrist und Songwriter der südhessischen Band äußerst entspannt.

eclipsed: Ihr wart bislang immer bei einem Majorlabel. Was hat der Wechsel zu einem Indie für Veränderungen für euch gebracht?

NEAL MORSE liefert eine Rockoper über das Wirken Jesu

Zehn Jahre dauerte es, bis „Jesus Christ The Exorcist“ das Licht der Welt erblickte. Kein Wunder, denn Mammutprojekte mit den Flying Colors, Transatlantic und der Neal Morse Band trieben den Musikbesessenen ebenso um wie Solotourneen.

eclipsed: Was war der Auslöser, mit der Arbeit an einem solchen Epos zu beginnen?

Neal Morse: [Der Musikmanager] Michael Caplan rief mich eines Tages an und schlug mir vor, dass ich eine Art neue Version von „Jesus Christ Superstar“ schreiben sollte. Offensichtlich hatten er und ein Freund sich die Originalversion aus den 70ern angehört. Wir unterhielten uns darüber, wie man so etwas wie eine Rockoper, die auf den Evangelien basiert, schreiben könnte. Mit dem ersten Entwurf begann ich 2008.

eclipsed: Wie ging es dann weiter?

Sechs Jahre nach seinem Tod erscheint ein erstes Album mit Songs aus dem Nachlass von J.J. CALE

Die meisten Manager reden von „Klienten“ oder „Künstlern“. Mike Kappus dagegen spricht von seinem „Freund“. Denn die Beziehung, die der heute 68-Jährige zu J.J. Cale hatte, war einzigartig. „Er war ein echtes Unikum“, so der in San Francisco lebende Manager und Produzent, der auch schon John Lee Hooker oder Van Morrison betreut hat. „Es war zwar oft nicht leicht, seine Geschäfte zu leiten, weil er kein Telefon hatte und kaum zu erreichen war. Aber ich schätze mich glücklich, ihn gekannt zu haben.“

Fernab vom Progmetal von TesseracT experimentiert DANIEL TOMPKINS auf seinem Solodebüt mit neuen Klängen

Elektronischer Pop ist für viele Progheads ein rotes Tuch – besonders wenn auch noch Remixes ins Spiel kommen. Daniel Tompkins, als Sänger von TesseracT einer der wichtigsten Protagonisten der modernen Progszene, hinderte das nicht daran, mit seinem ersten Soloalbum „Castles“ in genau diese Richtung zu steuern.

eclipsed: Wann stand für dich fest, dass du ein Soloalbum aufnehmen wolltest?

Daniel Tompkins: Ich fing vor beinahe vier Jahren an, gemeinsam mit meinem Produzenten Eddie Head an „Castles“ zu schreiben. Aber als das Album fertig war, habe ich die Veröffentlichung immer wieder aufgeschoben und hatte außerdem einen vollen Tourkalender mit TesseracT. Es lag vier Jahre lang in einem Ordner auf meinem Computer, inklusive Artwork. Erst kürzlich fühlte ich mich dann bereit für dieses Kapitel. Als ich bei Kscope unterschrieben hatte, holte ich es wieder hervor und überarbeitete alles noch einmal.

Bluesrocker KENNY WAYNE SHEPHERD ist viel unterwegs und hat einiges zu erzählen

„Louisiana’s Finest“ Kenny Wayne Shepherd gehört nun seit einigen Jahren zu den Etablierten. Das einstige Bluesgitarrenwunderkind war in den Neunziger- und Nullerjahren so etwas wie der Superstar der Bluesrockszene. Selbst wenn diese Zeiten lange vorbei sind, hat der Forty-Something immer noch ein treues Publikum und spielt gerne und häufig live. Die neue Platte „The Traveler“ ist ein reifes Werk des fünffachen Vaters, das er ab Ende Juni als Headliner sowie als Special Guest von Beth Hart in Deutschland vorstellt.

eclipsed: Dein Weg vom Gitarrenhelden zum Songschreiber, der auch gesanglich immer mehr an Statur gewinnt, geht auf „The Traveler“ weiter.

Aus seiner fünfjährigen Pause kommt das Gitarrenduo RODRIGO Y GABRIELA mit einer Akustikversion von „Echoes“

Aus seiner Liebe für Classic Rock hat das mexikanische Duo Rodrigo y Gabriela nie ein Hehl gemacht. Im Gegenteil: Seine Versionen von „Stairway To Heaven“ und Metallicas „Orion“ sind seit Jahren fester Bestandteil seines Livesets. Jetzt haben sich Rodrigo Sánchez und Gabriela Quintero Pink Floyds Meilenstein „Echoes“ vorgenommen – ein Highlight ihres Comebackalbums „Mettavolution.“

eclipsed: Gabriela, was hat euch dazu gebracht, Pink Floyd zu covern?

AM FRÜHSTÜCKSBÜFETT - Interview mit Roger Hodgson

„Breakfast In America“ ist ein Album, um das sich zahlreiche Gerüchte und etliche Missverständnisse ranken. Mit denen rechnet Roger Hodgson anlässlich des 40-jährigen Dienstjubiläums der Erfolgsplatte ab – und tut das, was er am besten kann: Er geht auf Tournee.

Donnerstagmorgen in Nordkalifornien: Roger Hodgson ist zuhause und bereitet sich auf seine kommende Europatournee vor. Zwischen Kofferpacken, Frühstück und Yoga nimmt er sich Zeit, um mit eclipsed zu plaudern. Anlass: der 40. Geburtstag des Meilensteins „Breakfast In America“ – mit über 20 Millionen verkauften Exemplaren das erfolgreichste Album Supertramps und ein Evergreen der Rockmusik. Worauf der 69-jährige Engländer mächtig stolz ist.

eclipsed: Als Wahlkalifornier: Was frühstückt Roger Hodgson – ein üppiges American Breakfast oder etwas Leichtes, Europäisches?