Auf seinem zweiten Album „Wall Of Eyes“ wirft THE SMILE endgültig alten Ballast ab

Würde sich eine deutsche Band Das Lächeln nennen, nähme sie wohl kaum jemand ernst. Im Englischen funktioniert das besser, und man fragt sich, warum niemand früher auf den unfassbar belanglosen, aber nichtsdestoweniger naheliegenden Bandnamen The Smile gekommen ist. Doch vielleicht liegt ja gerade in dieser falschen Fährte die Herausforderung, der sich die drei Protagonisten hinter diesem Bandnamen annehmen. Die Namen Thom Yorke und Jonny Greenwood sind untrennbar mit Radiohead verbunden. Dritter im Bunde ist Schlagzeuger Tom Skinner, der aus einer ganz anderen, aber nicht weniger komplexen Ecke der progressiven britischen Musiklandschaft kommt. Bevor er sich mit den beiden Radioköpfen zusammentat, hat er bereits in namhaften Jazzbands wie den Tomorrow’s Warriors, Melt Yourself Down, F-ire Collective und Sons Of Kemet von sich reden gemacht.

MITCH RYDER und ENGERLING feiern Jubiläum mit großer Tour und neuem Live-Doppelalbum

Donnerwetter! Ist es wirklich schon 30 Jahre her, dass die Zusammenarbeit von Mitch Ryder mit der Ost-Berliner Band Engerling begann? Mittlerweile sind die einflussreiche Rock-Legende aus Detroit und die deutsche Band so eng zusammengewachsen, wie das nur geht. Auf ihre jährliche kräftezehrende Winter-Tour durch die Clubs wollen aber weder die Musiker noch ihre getreue Fan-Gemeinde verzichten. Im Gespräch mit eclipsed verrät Ryder, was es an Neuigkeiten zur bevorstehenden Jubiläumstour gibt.

eclipsed: Wie kam es zur Verbindung mit Engerling?

Mitch Ryder: Ich hatte bereits vor dem Mauerfall Auftritte in der ehemaligen DDR und lernte Engerling-Manager Gert Leiser kennen. Von ihm kam der Vorschlag, mir die Band mal anzuhören.

Der Brite BILL RYDER-JONES begibt sich auf eine melancholische und mystische Reise

Hierzulande mag der Name Bill Ryder-Jones noch wenig bekannt sein, doch in seiner Heimat ist der 40-jährige Brite eine große Nummer, und sein neues Album „lechyd Da“ wurde sehnsüchtig erwartet. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Ryder-Jones zu den Gründungsmitgliedern der gleichfalls im Vereinigten Königreich sehr populären Psych-Merseyside-Band The Coral gehörte, die er nach ihrem fünften Album „Roots & Echoes“ verlassen hat, um eine Solokarriere zu starten. „Ich stehe aber noch in engem Kontakt mit der Band und freue mich, dass sie immer noch so interessante Musik macht. Sie ist nicht zu stoppen“, lacht Ryder-Jones, auf seine Ex-Band angesprochen. Ihn selbst hat es vor allem in Singer-Songwriter-Gefilde verschlagen, manchmal, wie auf dem letzten Album „Yawn“, hat er sich auch im Gitarrenrock ausprobiert (nicht, ohne jener Platte gleich eine Akustik-Variante hinterherzuschicken).

Hinter TEMIC verbirgt sich eine neue Konstellation gestandener Prog-Routiniers

Eine Band ins Leben zu rufen bedeutet jede Menge Arbeit, jede Menge Entscheidungen. Wie soll das Kind heißen? Wie sieht die musikalische Ausrichtung aus? Wer soll mit von der Partie sein? Was sind die Markenzeichen? Im Falle von Temic gab es einen Faktor, der all das erleichterte: Hinter der Band stecken erfahrene alte Hasen. Die Keimzelle bilden Eric Gillette, der den meisten als Gitarrist an der Seite von Neal Morse bekannt sein dürfte, und Diego Tejeida, langjähriger Haken-Keyboarder und seit 2019 bei Devin Townsend. Beide waren sie bei Mike Portnoy’s Shattered Fortress aktiv und beschlossen, irgendwann gemeinsam neue Musik in Angriff zu nehmen. Als die Pandemie zuschlug, bot sich endlich die Möglichkeit.

PETER GABRIEL - Tiefe Verbundenheit

Über zwei Jahrzehnte nach seiner Ankündigung erscheint nun endlich „i/o“, das erste Studioalbum von Peter Gabriel mit neuem Songmaterial seit „UP“ von 2002. Nach der Fertigstellung ließ sich der Ex-Genesis-Sänger mit der Veröffentlichung des gesamten Werks noch rund ein weiteres Jahr Zeit, um stattdessen zu jedem Voll- und Neumond via Streaming einen neuen Song in zwei verschiedenen Abmischungen in die Welt zu schicken. Wir tauchen in die lange Vorgeschichte des Albums ein, widmen uns dem dahinterstehenden ganzheitlichen Ansatz, dem facettenreichen Artwork, den inhaltlichen Themen und den einzelnen Songs, wobei der Meister auch selbst zu Wort kommt. Ein Blick auf seine Aktivitäten als Menschenrechtler darf ebenfalls nicht fehlen, um das Mysterium dieses außergewöhnlichen Künstlers und seines enigmatischen Schaffens umfassend zu ergründen.

MAGMA - Im Zeichen des Zeuhl 50 Jahre „M.D.K."

Kaum eine andere Band hat einen derartigen Ausnahmestatus inne wie Magma, die sich 1969 in Paris formierten. Mit dem sogenannten Zeuhl begründeten sie gar einen eigenen Musikstil. Basierend auf Jazz, klassischen Einflüssen à la Carl Orff und progressivem Rock sang man zudem in der Kunstsprache Kobaïanisch. ”Mekanïk Destruktïw Kommandöh“, das vor 50 Jahren veröffentlicht wurde, gilt bis heute als das unübertroffene Hauptwerk der Franzosen. Bandgründer Christian Vander nimmt uns auf eine abgespacte Reise mit.

MAGNUM - Regen bringt Segen

Seit 2018 veröffentlichen Magnum alle zwei Jahre im Januar ein neues Studioalbum. Das 2024 erscheinende trägt den Titel „Here Comes The Rain“. Im Interview mit eclipsed sprach Frontmann Bob Catley darüber, wie das neue Werk zu beurteilen ist und worin es sich von den Vorgängern unterscheidet. Daneben ging es auch um das vor 40 Jahren veröffentlichte Album „The Eleventh Hour“.