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IQ - Longtracks, „Hits“ & Konzept-Preziosen

IQ

Seit über 40 Jahren sind IQ eine der treibenden Kräfte der progressiven Musik. Die Band zeichnet dabei in erster Linie der Mut zur ständigen Weiterentwicklung aus, ohne dass sie jemals ihren im Neoprog verwurzelten Sound über Bord geworfen hätte. Im Rahmen von zwölf regulären Studioalben sowie dem einen oder anderen Nebenwerk haben sich in diesen über vier Jahrzehnten Dutzende wunderbare Songs angesammelt, die eclipsed mit einem exklusiven Ranking würdigen möchte. Hierfür hat unsere Redaktion über dem opulenten Gesamtwerk der Band gebrütet, darüber hinaus haben wir aber auch die Band selbst und nicht zuletzt auch die eclipsed-Leser zu ihren Favoriten befragt.

PAT METHENY - Die Architektur der Zeit

Er ist wieder da. Nachdem er viele Jahre in seiner eigenen Warteschleife festzuhängen schien, ist Pat Metheny endlich wieder das gelungen, was man von ihm erwartet: ein Album, welches das Prädikat „Pat Metheny“ verdient. „Side-Eye lll+“ ist Pat Methenys beste Platte seit „The Way Up“, und die liegt immerhin schon 21 Jahre zurück.

POLIS - Wallfahrt in die Dunkelheit

Polis-Frontmann Christian Roscher macht im Zoom-Interview einen entspannten und zufriedenen Eindruck. Kein Wunder, veröffentlicht seine Band doch nach sechs Jahren mit „Pilger“ endlich den Nachfolger des gefeierten Albums „Weltklang“. Es ist ein Werk voller mystischer Symbolik, eingebettet in eine packende Prog-Ästhetik, das reichlich Stoff für unser Gespräch mit dem Sänger bietet.

VOYAGE 35 - This Trip Is Really Necessary

Vier Jahre sind nach der völlig unerwarteten Porcupine-Tree-Union vergangen. Eine Reunion, an der Bassist Colin Edwin und der PT-Live-Gitarrist John Wesley nicht teilnehmen durften. Nun melden sich die beiden zurück mit ihrer Band Voyage 35, mit der sie ab September alte Porcupine-Tree-Songs aus den Anfangsjahren der Band bis einschließlich „Stupid Dream“ live in neuem Gewand präsentieren wollen.

Is this trip really necessary?“ Mit dieser Frage endet die „Phase II” von „Voyage 34“, jener vierteilige, insgesamt 60-minütige Porcupine-Tree-Track (ursprünglich 1992 und 1993 auf zwei Vinyl-EPs veröffentlicht), der Colin Edwin und John Wesley als Namensgeber für ihre neue Band Voyage 35 diente. Dass dieser Trip, diese Reise, auf die sich die beiden begeben, wirklich nötig ist und was dahintersteckt, verrät ein sichtlich aufgeräumter Colin Edwin, voller Vorfreude auf die kommenden Ereignisse.

eclipsed: Wer hatte die Idee zu Voyage 35?

JADIS - Sonnig und optimistisch

Zum 30. Jubiläum veröffentlicht das britische Neoprog-Quartett Jadis eine neu gemasterte Version ihres lange vergriffenen Klassikers „Across The Water“. Es prägte die zweite Welle des Neoprog ähnlich wie IQs „Ever“, zumal sich diese Bands mit Martin Orford auch den Keyboarder teilten. Mit diesem und Frontman Gary Chandler sprach eclipsed am Rande des Rüsselsheimer Auftritts der Band über den Jadis-Meilenstein.

MOTORPSYCHO wandeln auf den Spuren von Rainbow

Die norwegischen Multitasker Motorpsycho sind eine Wundertüte. Ihre Alben erinnern an Urlaubsorte, die man aus alter Liebe jedes Jahr aufs Neue bereist. Die Orte bleiben dieselben, und doch lernt man jeden Sommer neue Menschen kennen, findet neue Wanderwege und entdeckt neue kulinarische Köstlichkeiten, um sich im nächsten Jahr erneut auf den Weg ins vertraute Unbekannte zu machen. So funktioniert auch ihr gefühlt 120. Album „The Gaia II Space Corps“. „Wir können einfach nicht vor uns selbst davonlaufen“, lacht Gitarrist Snah.

Die englische Band POLY-MATH stößt an die Grenzen der Mathematik

„Something Deeply Hidden“ heißt das neue Opus von Poly-Math, die ihrer namensgebenden Intention, nämlich „Poly“ und „Math“, hier wahrlich freien Lauf lassen. Breitseiten in Math Rock kollidieren auf den durchweg instrumentalen Tracks mit wie aus dem Nichts kommenden Breaks und Taktwechseln – womit sich schon einmal die Chaostheorie zu bestätigen scheint. „Ich denke, der Name Poly-Math ist eher ein Bestreben als alles andere“, lacht Bassist Joe Branton. „Wir versuchen, uns stets auf möglichst viele Aspekte unserer Musik zu konzentrieren. Unser Gitarrist Tim Walters ist ein abstrakter Expressionist. Er hat nicht nur einen Großteil der Musik komponiert, sondern auch das Albumcover gestaltet. Unser Keyboarder Josh Gesner wiederum ist Physiker und hat die Themen und Konzepte für dieses Album entwickelt. Insofern streben wir als Band immer danach, uns weiterzuentwickeln.“

ROBBEN FORD zollt Jeff Beck Tribut

Robben Ford spielte als Live- und Sessionmusiker mit u.a. Miles Davis, Bonnie Raitt, Ute Lemper, Bruce Willis und Kiss. Als Solo-Künstler lässt der Gitarrist und gelegentliche Sänger die Grenzen zwischen Blues, Rock und Jazz virtuos verschwimmen. Diese Melange macht auch sein neues Werk wieder zu etwas Besonderem. Im Zoom-Interview erfahren wir mehr über die Entstehung von „Two Shades Of Blue“ – und noch so einiges andere…

eclipsed: Hi Robben, von wo aus sprichst du mit uns? Es ist, ehrlich gesagt, nicht einfach, auf dem Laufenden zu bleiben, was deinen aktuellen Wohnort angeht.