MANFRED MANN'S EARTH BAND - 50 Jahre zwischen Himmel und Erde

Obwohl die Gruppe um den Moog-Zauberer Manfred Mann nicht wie Pink Floyd oder Genesis dauerhaft auf der ganz großen internationalen Erfolgswelle segeln konnte, hat sie mit ihrem perfekten Spagat zwischen sphärischem Progressive Rock und Gute-Laune-Classic-Rock doch insbesondere in Deutschland über fünf Jahrzehnte hinweg ein treues Publikum gefunden. Angesichts des runden Jubiläums werfen wir gemeinsam mit Bandleader Mann, Langzeitgitarrist Mick Rogers und dem früheren gesanglichen Aushängeschild Chris Thompson einen Blick zurück auf die bewegte Geschichte der Earth Band. Auch mit dem aktuellen Sänger Robert Hart haben wir gesprochen. Darüber hinaus rücken wir ihre wichtigsten Alben und Videodokumente ins rechte Licht.

BILLY F. GIBBONS - Frauen, Autos und politisch unkorrekter Humor

Eigentlich sollte es zum 50. Dienstjubiläum von ZZ Top eine große Geburtstagssause mit neuem Album und Welttournee geben. Doch Corona hat den beiden Rauschebärten Billy Gibbons und Dusty Hill und ihrem Drummer Frank Beard einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die unverhoffte Freizeit nutzte Gitarrist Gibbons, um an Autos und Gitarren herumzuschrauben, Trauungen zu vollziehen und sein drittes Soloalbum aufzunehmen. eclipsed erwischte ihn im US-Bundesstaat Nevada.

VOLA - Die Zukunft des Prog?

Die persönliche Playlist von Asger Mygind reicht von Modeselektor bis Meshuggah – und fasst damit die Bandbreite seiner Band VOLA gut zusammen. Auf ihrem dritten Album „Witness“ verschieben die Dänen Stilgrenzen nach Belieben, hieven ihren Sound in neue Sphären und verfestigen ihren Status als junge Hoffnungsträger des Progressive Metal.

Spätestens seit ihrem 2018 erschienenen Album „Applause Of A Distant Crowd“ kommt man bei der Betrachtung einer neuen Generation des Prog nicht mehr an Vola vorbei. Nicht nur entwickeln die Dänen Genretraditionen gekonnt weiter, sie gehen aktiv auf Tuchfühlung mit in der Szene eher verpönten modernen Spielarten von Pop, elektronischer Musik und neuerdings sogar Hip-Hop. Auf Tour mit Dream Theater bewiesen sie zuletzt eindrucksvoll, dass ihre daraus entstehende Mischung selbst bei Alteingesessenen auf Anklang stößt.

BLACKBERRY SMOKE - „Live zu spielen, ist unser Sinn und Zweck“

Als Blackberry Smoke 2019 zusammen mit den megaerfolgreichen Lynyrd Skynyrd durch Deutschland tourten, war das eine Traumkombination für die Southern-Rock-Gemeinde und zugleich ein Gipfeltreffen zweier Bands aus zwei Hotspots des Genres – ist die Heimat der Skynyrds doch das floridianische Jacksonville, während Blackberry Smoke 2000 in Georgias Hauptstadt Atlanta gegründet wurden. Über den Rock der Südstaaten im Allgemeinen, Blackberry Smokes neues Album „You Hear Georgia“ im Besonderen sowie zwanzig Jahre Bandgeschichte sprach eclipsed via Zoom mit Frontmann Charlie Starr.

FROST* - „Fresst oder sterbt!“

Düster-sarkastische Grüße von der Insel: Die britische Prog-Formation FROST* meldet sich zurück – mit einem neuen Werk und drei Drummern. Im Gespräch mit eclipsed erzählen Keyboarder Jem Godfrey und Gitarrist John Mitchell über den Aufnahmeprozess, die Besetzungsänderung in der Band und ihren Ärger über die derzeitige britische Regierung. 

SYLVAN - Das Dilemma der künstlichen Intelligenz

Die Hamburger Artrocker Sylvan sind mittlerweile Experten für Konzeptalben: Mit „Posthumous Silence“ setzten sie vor 15 Jahren Maßstäbe in dieser Disziplin, und auch ihr bis dato letztes Album „Home“ (2015) folgte einer durchgängigen Grundidee. Nun haben sie erneut ein Werk vorgelegt, in dem eine Geschichte erzählt wird: „One To Zero“, mit dem sie musikalisch etwas andere Wege als auf dem Vorgänger beschreiten, schildert den Entwicklungsprozess einer künstlichen Intelligenz von der Initialisierung bis zum selbstbestimmten Reset aus ihrer eigenen Perspektive. Im Interview sprachen Sänger und Texter Marco Glühmann, Keyboarder Volker Söhl und Bassist Sebastian Harnack über die Hintergründe des neuen Albums und ihre Ablehnung musikalischer Schubladen.

KALACAKRA - Tante Olga und der schwarze Tod

Duisburg, Anfang der 70er Jahre: Heinz Robert Martin und Claus Rauschenbach gründeten das Duo Kalacakra und veröffentlichten 1972 das Album „Crawling To Lhasa“. Ein krautrockiger Mix aus dreckigem Rock-Blues-Folk und indisch-tibetanischen Klängen. Gleich danach war Schluss mit dem Duo. 2002 wagte sich Martin an ein neues Album und auch jetzt ist er wieder in Sachen Kalacakra unterwegs. 

Heinz Robert Martin ist mittlerweile 72. Er blieb jedoch all die Jahre musikalisch aktiv und zeigt sich im Interview offen wie eh und je.

eclipsed: Wie ist dein Interesse für das Tibetanische, Indische und Fernöstliche entstanden?