22. März 2017

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Pure Pop For Now People , Labelportait

Vielleicht erinnert sich die/der eine oder andere noch an die Frankfurter Band S/T, die seit Mitte der 1990er Jahre und vor allem in den 2000er Jahren unzählige Alben im Bereich des Neokrautrocks, Psychedelic und Post Wave veröffentlicht haben. Leider blieb dem Duo Martin Brauner (Gitarre, Gesang) und Joachim Gaertner (Keyboards) die Anerkennung und Aufmerksamkeit verwehrt, die sie für ihren überaus originellen Do-It-Yourself-Charme, ihre überbordende Kreativität – die nicht nur die musikalische Seite sondern auch das Artwork und die Verpackung betrifft – und auch ihre humoristischen Charakter verdient gehabt hätten.

22. März 2017

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Deep Purple

Als Deep Purple 1993 – damals noch mit Ritchie Blackmore und Jon Lord – eines ihrer schwächeren Alben unter dem programmatischen Titel „The Battle Rages On“ veröffentlichten, dachte die ganze Welt, dass sich die alten Herren da verhoben hatten. Vierundzwanzig Jahre später trifft dieses Motto auf die neue Platte „Infinite“ zu wie auf keine andere seitdem. Und ausgerechnet diese soll nun ihre letzte sein. Wir sprachen mit Airey, Glover, Morse und Paice sowie mit Produzent Bob Ezrin über das neue Kapitel – den möglichen Epilog – in der langen Karriere der Hardrockgranden.

22. März 2017

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Brain Records , Krautrock , Labelportrait

Die jüngst veröffentlichte Acht-CD-Box „Cerebral Sounds Of Brain Records 1972-1979“ ist eine eindrucksvolle Werkschau und Demonstration der Leistungsstärke des ehemaligen deutschen Labels Brain. Es war die Heimat von Grobschnitt, Klaus Schulze, Jane, Neu!, Novalis und weiteren deutschen Musikern und gleichzeitig eine der Brutstätten des Krautrock. eclipsed lässt Geschichte und Geschicke von Brain Revue passieren.

22. März 2017

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The Doors

Fünfzig Jahre nach seiner Erstveröffentlichung hat das Debütalbum der Doors nichts von seiner Faszination eingebüßt. Im Gegenteil, es ist und bleibt eines der vielseitigsten und innovativsten Epen, die die Rockmusik kennt. Jetzt erscheint es neu als Drei-CD/LP-Box, die nicht nur für Hardcore-Fans interessant ist. Wir drehen mit John Densmore und Robby Krieger die Zeit zurück, auf August 1966 und Januar 1967, als dieses unerhörte Fanal entstanden und erschienen ist.

22. März 2017

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Yes

Will Romanos Buch „Close To The Edge – How Yes’s Masterpiece Defined Prog Rock“ beleuchtet die Entstehungsgeschichte des 1972 erschienenen Progklassikers aus verschiedenen Perspektiven. Dabei thematisiert der Autor die frühe Bandgeschichte, die Studiosessions, das Artwork, die Liveumsetzung und nicht zuletzt auch den Einfluss auf andere Bands. Zur Veröffentlichung präsentieren wir einen Auszug aus der dreihundertseitigen Arbeit, in dem es vor allem um die Disposition Jon Andersons – als Ursprung der esoterischen Ausrichtung des Albums – geht. Im Anschluss folgt ein Interview mit dem Autor, der bei der Recherche- und Schreibarbeit seine Grenzen auslotete.

22. März 2017

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Michael Chapman

Eigentlich hätte bereits mit dem Debüt „Rainmaker“ von 1969 alles klar sein und der englische Troubadour Michael Chapman in die Liga der erfolgreichsten Folkrocker aufsteigen müssen. Doch dem war nicht so. Der begnadete Sänger und Gitarrist, der Vergleiche mit US-Koryphäen wie Bob Dylan oder Arlo Guthrie nie scheuen musste, machte jedoch weiter und nahm ungerührt Album um Album auf. Jetzt legt er das fünfzigste vor. Oder doch schon das siebenundfünfzigste?

22. März 2017

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Steve Hackett

Steve Hacketts neues Studioalbum „The Night Siren“ will aufrütteln. Es soll, so die Botschaft, ein Weckruf sein in Zeiten anhaltender Flüchtlingsbewegungen, des in vielen Ländern wiedererweckten Nationalismus, des Brexit. Also versammelte er Musiker aus allen Teilen der Welt um sich, um dieses „Friedensalbum“ aufzunehmen. Auf der Tour, die ihn im März auch nach Deutschland führt, wird Hackett aber auch wieder Songs aus seiner Zeit bei Genesis spielen. Im Mittelpunkt: „Wind & Wuthering“.

22. März 2017

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Rockpalast

Das unauffällige Reihenhaus unterm Bayer-Kreuz gleicht einem Versteck. Und auch im Inneren weist nichts darauf hin, dass hier jemand wohnt, der sein berufliches Leben mit Jugendkultur und Rockmusik zugebracht hat: keine gerahmten Bilder mit befreundeten Musikern, keine Goldenen Schallplatten, signierten Instrumente oder sonstige Devotionalien. Nicht einmal Billyregale mit LPs. Stattdessen ist Peter Rüchels Arbeitszimmer überladen mit Büchern und Zeitschriften. Sortiert nach einem System, das nur er kennt. Und er sitzt gerne im Dunkeln oder im Halbdunkel. Als eclipsed am frühen Nachmittag bei ihm in Leverkusen aufschlägt, ist es noch hell. Als wir uns zweieinhalb Stunden später verabschieden stockfinster.