Die Essenz von THE SPACELORDS sind spacige Melodien und kraftvolle Riffs

„Reutlingen war quasi ein Heimspiel, auf das wir uns sehr gefreut haben. Endlich wieder live aufzutreten ist Nahrung für die Seele“, so Marcus Schnitzler, Schlagzeuger des Reutlinger Psych’n’Space-Trios The Spacelords, über das erste Konzert nach langer, langer Zeit. Auch Bassist Ekhard „Akee“ Kazmeier ist die Freude über die erste Show Mitte November deutlich anzumerken: „Nach 20 Monaten auf dem Abstellgleis fühlt es sich selbstverständlich wunderbar an, wenn man wieder gebucht wird. Plötzlich steht man vor einem tollen Publikum und spielt live – herrlich!“

Das Progjahr 1971 - Ein Genre startet durch

1971 markiert eine Zäsur in der Geschichte der progressiven Rockmusik: In diesem Jahr fanden viele der Bands, die heute zu den wesentlichen Begründern dieser Musikrichtung gezählt werden, zu ihrer musikalischen Vision. Zu Beginn eines Jahrzehnts, in dem der Progressive Rock eine herausragende Rolle spielen sollte, erschienen zahlreiche Alben, die heute nicht nur als Klassiker des Genres gelten, sondern auch den Grundstein für die Karrieren einiger seiner zentralen Protagonisten legten – seien es „The Yes Album“, „Fragile“, „Aqualung“ oder „Pictures At An Exhibition“.

CARAVAN - Canterbury lebt!

Wir schreiben das Jahr 1968: Eine junge Formation aus der britischen Grafschaft Kent namens Caravan begründet den sogenannten „Canterbury Sound“ mit, musikalisch irgendwo zwischen Folk, Jazz, Pop, Rock und Psychedelischem beheimatet. Das selbstbetitelte erste Album entsteht. Immerhin ein kommerzieller Achtungserfolg. Mehr als 50 Jahre später existiert das Quintett immer noch. Und legt mit „It’s None Of Your Business“ ein Studio-Werk vor, das nahtlos an die friedlich-freudigen Zeiten von einst erinnert. Gründungsmitglied Pye Hastings, Sänger und Gitarrist der Gruppe, inzwischen 74 Jahre alt, spricht über die Bedeutung von Caravan im Rock-Kontext.

eclipsed: Warum habt ihr uns knapp acht Jahre auf ein neues Studioalbum warten lassen?

MARILLION - This world is totally fugazi …

Die lange erwartete sechste Folge der Marillion-Reissue-Reihe präsentiert jenes Album, das viele Anhänger als das beste Werk der Band sehen: „Fugazi“. Allerdings zeichnete sich gerade dieses 1984 erschienene Meisterwerk auch durch seinen wenig dynamischen, klirrend-kalten Sound aus, der zwar durch das Remaster in den 1990er Jahren etwas korrigiert wurde, aber immer noch nicht den starken Songs angemessen klang. Dies ist nun auf atemberaubende Weise korrigiert worden. Grund genug, um sowohl mit Frontmann Fish als auch mit Gitarrist Steve Rothery über „Fugazi“ zu sprechen. 

Wir treffen einen leicht verspäteten, aber sofort gewohnt redseligen Fish im Zoom-Interview in seinem Wohnzimmer an. Er sei noch beim Friseur gewesen, so der Schotte, aber er legt dann gleich los, in der einen Hand eine Kaffeetasse, in der anderen eine Zigarette, aber trotzdem wild gestikulierend.

CARLOS SANTANA - Der Hippie mit der Gitarre

Altmeister Carlos Santana denkt gar nicht ans Aufhören: Mit „Blessings And Miracles“ verfolgt der 74-Jährige weiter ehrgeizige Ziele, die nicht nur musikalischer Natur sind. „Love & peace“ – etwas anderes hat den mexikanisch-amerikanischen Gitarristen und Songschreiber Carlos Santana nie interessiert. Mit dieser so einfachen wie universell anwendbaren Hippie-Botschaft hat er ein Millionenpublikum erreicht – und sie ist natürlich auch Dreh- und Angelpunkt von „Blessings And Miracles“, dem 26. Studioalbum seiner Band Santana. Anlässlich der Veröffentlichung führte eclipsed mit ihm ein Gespräch über Selbstverwirklichung, Weltraumtourismus, LSD-Trips, Polizeigewalt und die Macht der Musik.

eclipsed: Carlos, worum geht es dir bei „Blessings And Miracles“?

DREAM THEATER - Immer höher, immer weiter...

Dream Theater sind eine der wenigen Bands, die seit einer gefühlten Ewigkeit den Gipfel des Progmetal besetzen. Nur selten ging ihnen die Puste aus – stattdessen schafften sie es immer wieder, die Messlatte des Genres noch ein Stückchen weiter nach oben zu verschieben. Auch auf „A View From The Top Of The World“ genießen sie die Aussicht von ihrem Thron, den ihnen auch angesichts von 15 Millionen verkauften Alben so schnell keiner streitig machen wird. 

JOE BONAMASSA „In New York kannst du nur zurechtkommen, wenn du über einen offenen Geist verfügst“

Wie bereits im letzten Jahr angekündigt, zog es JOE BONAMASSA und sein Team nach dem in den Londoner Abbey Road Studios eingespielten Album „Royal Tea“ nach New York City. Eigentlich heimatliches Terrain für den im Bundesstaat New York geborenen Bluesrocksuperstar, ist ihm auch dort mit „Time Clocks“ wieder ein besonderes Album gelungen. Darüber sowie über die heiß ersehnte Rückkehr auf die Bühnen der Welt und zukünftige Aktivitäten einiger seiner Nebenprojekte plauderten wir mit dem Ausnahmegitarristen.